Der erste Übernachtungsgast im Nistkasten
Das Sommerloch nach der holprigen Brutsaison 2025 läuft und alle Nistkasten sind seit dem Ausflug der letzten Küken verwaist. Dagegen haben die Igel das Zepter samt der Aufmerksamkeit übernommen und erfreulicherweise kommen sie seit April jede Nacht! Letztes Jahr verschwanden die Igel im Juni und erst im Herbst kam vereinzelt nochmal einer. Da sieht es dieses Jahr bisher deutlich rosiger aus und noch immer kommen bis zu 3 verschiedene, nachweisbare Igel die Nacht. Manche Nächte haben nur eine Igelaktion, andere sind sehr munter 🙂 Ich hoffe ja dieses Jahr mal auf Nachwuchs!
Doch auch in einem Nistkasten hat sich nun was getan! Am 05.08.2025 gab es über 2 Stunden großes Interesse einer Kohlmeise am Nistkasten Hulsberg 2 in Lüdenscheid. Da hat es sich eigentlich schon angedeutet. Die Kohlmeise erschien dann am Nachmittag nochmals und schließlich dann am Abend. Da machte sie sich dann bettfertig und plüschte sich zur Federkugel auf. 🙂 Die erste „Schlafmeise“ der Wintersaison 25/26! Ungewöhnlich früh. Bisher habe ich erst im September mit Übernachtungsgästen gerechnet.
Nistkästen sind also auch abseits der Brutsaison bei Meisen beliebt! Als Schlafplatz, besonders in den Wintermonaten. Oftmals waren in den vergangenen Jahren alle Nistkästen mit Kameras mit schlafenden Meisen belegt! Die Vögel wissen schon, was gut ist! 😀 Denn ein Nistkasten bietet Schutz vor Wind, Regen und auch Räuber und Feinde haben es schwerer. Darum lohnt es sich also zu jeder Jahreszeit, Nistkästen aufzuhängen – am besten ja einen Nistkasten mit Kamera, den Sie bei mir im Shop handgefertigt bestellen können 🙂 Am besten entfernt man verwaiste Nester, denn darin schlummern viele Parasiten und viele Meisen meiden solche Kästen dann. Auch sollten Sie kein Nistmaterial in Nistkästen füllen – auch das würde gemieden – sowohl zum Brüten als auch zum Übernachten. Ein leerer Kasten reicht. Die Meisen plustern sich kugelförmig auf und sind so bestens gegen Kälte geschützt. In freier Wildbahn schlafen die meisten Singvögel in Büschen, Bäumen, Hecken oder auch menschliche Strukturen werden genutzt, etwa Fenstersimse unter Dachüberständen, Ritzen und auch Brücken, – und das teilweise auf nur einem Bein! Zumindest Meisen sind beim Übernachten zudem Einzelgänger und dulden im Normalfall keine anderen Vögel im selben Kasten! Seltene Ausnahmen konnte ich auf anderen Seiten schon beobachten 🙂
Mitunter schlafen die Meisen über Monate jeden Tag in dem Kasten, verteidigen ihn vor Mitstreitern! Vielleicht kommt die jetzige Meise ja auch nun jeden Abend? Die nächsten Tage werden es zeigen!
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17 Antworten
Das ist ja wirklich sehr zeitig.
Uns soll es recht sein 🙂
„Herzlichen Dank für den spannenden Einblick! Mir war nicht bewusst, dass sich Kohlmeisen beim Schlafen so stark aufplustern. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!“
Wie schön, endlich mal wieder was los im Nistkasten… Bei den Igeln muss ich wohl doch mal öfter gucken.. Schönen Abend allen !
Ich beobachte die Meise über Stunden hinweg 😍
Wie ist das bei euch?
Als die Brustsaison los ging, hatten wir hier vier Meisen, die in beiden Vogelhäuschen gebrütet haben.
Heute haben wir hier nur noch drei Meisen 😲
Kaum noch Vogelgesang.
Keine Amseln, die Stare (12- 15) sind schon zwei Monate weg!
Hi,
als ich hier in die neue Stadt (Mannheim, Vorort, Gewerbemischgebiet) gezogen bin, hatte ich auch kaum Vogelgesang bzw. Vögel gesichtet. War mir als allererstes aufgefallen. Trotz reichlichem Bewuchs.
Dann habe ich mit Ganzjahresfütterung angefangen und plötzlich ist der Busch des Nachbargrundstücks Basis für mindestens 50 Spatzen, der Rhododendrom im Garten beherbergt ein Amselpaar (und drei weitere Paare konnte ich sichten), in der Tanne hinterm Haus wohnen die Meisen, sowohl Blau- wie Kohlmeisen und gerade jetzt sehe ich viele junge Meisen an der Futterstelle. Unregelmäßig Buntspecht, Rotkehlchen, Erlenzeisig, Elster und einmal einen Turmfalken und einen Uhu (bin nicht nahe genug rangekommen, um ihn zu identifizieren).
Dazu kommen Tauben (die ich nicht leiden kann, die waren aber auch vorher schon da) und ein Schwarm Stare – anfangs nur sechs, vor zwei Jahren konnte ich auf der Kamera mindestens 75 individuelle Stare zählen. Gerade auch wieder ganz junge, die noch komplett hellbraun befiedert sind.
Dann gibt es noch die Raben. Die waren auch vorher schon da, nun machen sie sich aber regelmäßig den Spaß, die Stare oder Tauben zu erschrecken, wenn sie am Futterhäuschen sind. Es ist eindeutig Absicht, mit Abstand konnte ich beobachten, dass sie vorbeifliegen, sehen dass da Zirkus ist und dann wird abgedreht und scharf überm Futterhäuschen vorbeigezogen. Alles flattert weg. Die Raben kommen auch futtern, wenn sie sich absolut sicher bin, dass ich nicht zuschaue. Sehr scheu! Habe sie aber mit der Kamera erwischt, wie sie dem Nachwuchs die Futterstelle gezeigt haben.
Es macht also Spaß und ich bin der Überzeugung, dass ich hier den Unterschied gemacht habe. Ok, waren streckenweise 25 Kg Futter pro Monat, damit bekommt man viele Vögel über einen lokalen Nahrungsmangel.
Leider habe ich auch diese kreischenden Streifbandpapageien, teilweise in Gruppen von 10-20 Tieren herumfliegen. Die nehmen den anderen Vögeln zwar keine Ressourcen weg (auch nicht an mein Futterhaus), aber je mehr davon auf einem Haufen sind, desto lauter hört man nur noch dieses recht unangenehmes Gekreische.
CU, Peter
Moin Peter,
damit hast du das Paradies für Vögel geschaffen, meinen Respekt für dein durchhalten (weil das ja auch verpflichtet)!
Das mit den Tauben ist hier ähnlich, der Grund, warum ich nicht mehr Futter streue (in einer Wohnanlage ist das grenzwertig und vielleicht sogar verboten), die Tauben wurden immer mehr. Dabei wollte ich nur dieser einen Amsel über den Winter helfen.
Mittlerweile Fütter ich nur noch Mehlwürmer, manchmal auch im Körnermix in einem Futtersilo, stell tgl frisches Wasser in einer Schale, damit erreiche ich aber nur die Meisen (die Stare sind ja nicht mehr da und Spatzen gibt es hier seit Jahren leider nicht mehr.
In einem kleinen Dorf (Ottersberg bei Bremen) habe ich eine Frau kennengelernt, die, wie du, durchs füttern eine Vogelschar angelockt hat, wovon ich nur träumen kann (z. B. auch den Buntspecht).
Das macht Freude und Hoffnung zugleich.
Erklärt aber nicht, wo z. B. der mögliche Nachwuchs der Meisen geblieben ist, die bleiben ja eigentlich in der Gruppe und suchen sich kein Revier?
Ich werde eine weitere Futterstelle in die Bäume hängen (für alle, die nicht an ein Silo fliegen) vielleicht entwickelt es sich hier, wie bei dir?
Viele Grüße, Bernd
Hi Bernd,
wichtig ist, dass konstant etwas da is. Wenn mal einen Tag alles leer ist, kein Problem, aber mehrere Tage leer und es braucht wieder ein zusätzliche Tage, bis sie wieder da sind.
Das mit den Tauben stellt sich hier etwas anders dar. Seit Jahren beobachte ich es, sie werden nicht mehr. Die sind außerdem ziemlich scheu im Gegensatz zu den Tauben mitten in der Stadt, die einem fast von selbst (im Zehnerpack) auf den Schoß hüpfen, wenn man mal gekrümelt hat. Ich brauche mich nur in der Nähe der Terassentür blicken zu lassen und schon fliegen sie weg. Manchmal bin ich erstaunt, dass sie mich durchs Glas sehen können, da die Scheibe spiegelt, zudem eine Jalousie davor und innen ist deutlich dunkler. Die können vermutlich deswegen gut durchsehen, weil sie die Polarisation von Licht sehen können.
Naja, die Meisen kommen hier tatsächlich gerade im Familienpack. Zwar nicht alle auf einmal, aber im Sekundentakt. Rein, Nuss schnappen und weg in den Baum.
Amseln bleiben bevorzugt am Boden und holen das weg, was die anderen runtergeschmissen haben.
Bei den Staren ist es immer ein Schauspiel. Kommen alle auf einmal, wildes Herumgehacke, Gezeter und Kampf, obwohl genügend da ist. Fünf Minuten später in der Regel alle wieder weg.
CU, Peter
Moin Peter,
dass sind tatsächliche Verhaltensveränderungen von Tauben in der Stadt, zu denen auf dem Land. Deine Beobachtungen über die zutrauliche Stadttaube kann ich bestätigen.
Natürlich muss man konsequent die Fütterung beibehalten, auch wenn ich nur jeden 2. Tag füttere, ist das ein guter Kompromiss, für beide Seiten, denke ich.
Da ich festgestellt habe, dass sich tatsächlich nur die Meisen am Silo bedienen, bin ich nun dabei ein konventionelles Futterhäuschen aufzustellen (Nachteil hier, es lässt sich schlechter reinigen) um auch andere Vögel, wie zum Beispiel das Rotkehlchen anzusprechen.
Gut, dass es Menschen wie uns gibt, die bewusst ihre Umgebung wahrnehmen und handeln.
Wir haben seit Jahren 6 Meisennistkästen rund ums Haus. Alle waren immer belegt, dieses Jahr nur einer…
Unsere beiden Kästen waren zwar belegt, aber, trotz bester Bedingungen, nur eine Brut und wo der Nachwuchs ist, ist mir ein Rätsel.
Wir können aber nur weiter unterstützen und hoffen, dass es wieder besser wird.👍
Um diese Jahreszeit ist die Mauser und viele Vögel sind dann eingeschränkt. Darum ziehen sie sich zurück bis der Gefiederwechsel abgeschlossen ist.
Danke für die neuen und wie gewohnt sehr informativen und super interessanten Videos und Beiträge. Jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte sich so einen tollen Kamera-Kasten von Alexander anschaffen.
Danke für die tollen Einblicke. 😍 Zu meiner Futterstelle kommen der Buntspecht, Kleiber, Meisen und mehr.
Bei mir hat sich seit ein paar Tagen auch eine Kohlmeise eingenistet zum Schlafen. Diese bringt jedoch schon Moos mit ins Kästchen, was mich total verwirrt. Kannst du das vielleicht aufklären?
Vielen Dank schon mal dafür!
Das hatte ich auch schon, war aber (natürlich) ein Rohrkrepierer und nach 1-3 Schnäbeln Moos passierte auch nichts mehr. Aber interessant ist es dennoch! 🙂
Werde es auf jeden Fall beobachten und berichten falls es interressant wird! 😉