Bauanleitung Igelhaus mit und ohne Kamera
Ein Igelhaus, egal ob mit oder ohne Kamera, bietet eine geschützte Möglichkeit, Igel im eigenen Garten zu füttern. Viele käufliche Igelhäuser sind entweder zu klein, aus billigsten Materialien gefertigt und halten drum nicht sehr lange. Somit bietete diese Anleitung den handwerklich wie technisch versierten Besuchern die Möglichkeit eines Selbstbau. Aus sozialen Gründen veröffentliche ich diese Anleitung, obwohl ich im Shop fertige Igelhäuser auch zum Kauf anbiete und trotz der Kaufoptionen soll der in Teilen gemeinnützige Charakter gewahrt bleiben! 🙂
In dieser Anleitung geht es um den Bau eines Igelfutterhauses mit und ohne Kamera, denn die Kameravariante unterscheidet sich baulich nur durch den Vorbau in dem die Kamera Platz findet.
Stand dieser Anleitung: 14.11.2025
Materialien und Werkzeuge
Werkzeuge
- Stichsäge oder Kreissäge
- Schraubzwingen oder Klemmen
- Schleifpapier oder regulierbare Flex mit Schruppscheibe, alternativ Schleifbock.
- Akkuschrauber
- Bohrer in 2 mm, 3 mm sowie 10 mm für Holz
- Anschlagwinkel
- Maßband, Lineal oder Zollstock
- Ggf. etwas Holzleim
- Schraubendreher (Kreuz & Schlitz, mittelgroß)
Benötigte Materialen für den Bau vom Igelhaus
Das Material bekommen Sie in jedem gut sortierten Baumarkt. Ich kaufe das Material zumeist im OBI, auch wenn die Preise unverschämt teuer sind. Es ist jedoch die einfachste Möglichkeit. Sie benötigen folgende Artikel:
- 2x Leimholzplatten 30×80 cm (Rückwand und Front)
- 2x Leimholzplatten 30×60 cm (Für die Seitenteile und Kameravorbau)
- 2x Leimholzplatten 20×60 cm (Für die Innenwände der Korridore)
- 1x Holzbrett von 11-12 cm Breite (Für die Decke im Eingangskorridor. Meist bei den Latten zu finden)
- Siebdruckplatte in 55×90 cm in 9 mm Dicke (Für das Dach)
- Je 1x Siebdruckplatte 9 mm in 20×23 cm und 15×23 cm (Für Dach und Frontplatte am Kameravorbau)
- Dachlatte (Halterung für das offene Dach)
- Scharniere (Zur Dachbefestigung)
- Kleine L-Haken und Ösenschrauben (Für die Rattenklappen) Bekommt man in ähnlichen Maßen im Obi.
- Torx-Schrauben mit 4×40 mm, Linsenkopfschrauben Torx 4×16 mm und Mini-Schrauben bis max. 9 mm Länge
- Reolink RLC 510WA oder wenn es 4k sein soll eine Reolink RLC 810WA (Achtung, die 810WA ist deutlich schwerer umzubauen!)
- Weitwinkelobjektiv zur Modifikation der Kamera
- 2 Zugfedern + 2 breite Unterlegscheiben für das Dach. (Da ich sie aus dem Großhandel (Würth) beziehe, kann ich keinen konkreten Typ nennen wo man in kleiner Stückzahl drankommt.
Zuschnitt der Holzteile
Sägen Sie die Einzelteile möglichst maßgenau zu und schleifen Sie alle Schnittkanten bei.
Herstellen der Eingänge. Nehmen Sie ein 80×30 er Brett zur Hand und zeichnen Sie an den äußeren Ecken die Eingänge an. Die Breite beträgt 11 cm. Die Höhe beträgt 12 cm. Hier wird ein Übermaß wegen der Rattenklappe gebraucht. Die Durchgangshöhe unter der Rattenklappe bei Öffnung bis Anschlag muss mindestens 10 cm betragen, da die Platte 18 mm dick sein wird, braucht es nach oben hin mehr Platz.
Anzeichnen der Aussparung für die Kamera. Die Kamera befindet sich in einem eigenen Raum und schaut von „nebenan“ in den Futterraum. Hierzu muss also ein Loch in die Wand gesägt werden. Zeichnen Sie sich die Mitte der Frontplatte an und zeichnen Sie eine Öffnung von 11 cm Breite und 10 cm Höhe an. Die Unterkante der späteren Öffnung befindet sich 7 cm über dem Boden.
Anzeichnen der Inneneingänge. Die Innenwand der Labyrintheingänge hat auch einen Inneneingang. Hierzu zeichnen Sie die Platte auf 41,5 cm an. Eine Seite klinken Sie mit 11×11 cm aus – das wird der spätere Durchgang vom Tunnel in den Futterraum.
Seitenwände der kurzen Seite sowie des Kameravorbaus anzeichnen. Die Seitenteile bzw. die beiden 60×30 cm Bretter werden auf 45 cm angezeichnet. Es ergibt sich ein Rest von 15 cm Breite. Dies werden zugleich die Seitenteile für den Kameravorbau! Dieser ist aber nicht so hoch wie die 30 cm Aussenwand und bekommt ein angeschrägtes Dach. Messen Sie auf einer Seite 26 cm von der Unterkante, auf der anderen Seite 24 cm. Verbinden Sie diese mit einem Strich – es ergibt sich eine schräge Schnittkante, ein „Pultdach“.
Zwischendecke für den Korridor und Boden für das Technikabteil. Die Zwischendecke soll die Deckenhöhe im Korridor begrenzen, um es Katzen, Mardern und Waschbären schwerer zu machen. Hierzu zeichnen Sie vom 11 oder 12 cm-Brett 41 cm an. Für den Boden der Technik ein Stück in 14,5 cm.
Halterung fürs offene Dach herstellen. Das Dach sollte sich mit einer Leiste arretieren lassen, um die Handhabung zu vereinfachen. Hierzu schneiden Sie von der Latte ein Stück von 37 cm ab. Ebenso ein Stück in der Breite des Bretts das für den Boden der Technik dient, meist 11,5 cm (Schrumpfung des Holzes kann variieren). Dieses Stückchen dient als Distanzstück für die beiden Außenwände der Technik und wird im oberen Bereich auf Seite der Wand zum Futterraums eingebaut.
Bau der Rattenklappen. Zum Schutz vor Ratten sollten unbedingt Rattenschutzklappen eingebaut werden. Das sind freihängende Schwingtüren. Ratten hassen es, wenn ihnen was über den Rücken streift, dem Igel juckt das hingegen wenig. Die Rattenklappen haben ein Maß von 10 cm Breite und 9,5 cm Höhe. Die Oberseite, wo später die Ösenschrauben montiert werden, muss auf etwa die Hälfte des Plattenquerschnitts im etwa 45° Winkel angefast werden. Sonst lässt sich sich ggf. nicht bis unter die Decke als Anschlag öffnen.
Zusammenbau der Einzelteile
Bohren Sie alle Löcher an den Brettkanten stets vor – sonst reißt das Holz! Schrauben Sie die Aussenwände zusammen. Beachten Sie die richtige Montage: Die Außenwände stoßen auf die Stirnseiten der Front und Rückseite und ergeben die jeweils äußere Wand des Eingangs! Achten Sie auf einen rechten Winkel und auf dass sich das ganze Igelfutterhaus nicht über die Diagonale verzieht und kippelt. Sie erhalten einen rechteckigen Kasten mit 2 Eingängen.
Als Nächstes werden die Korridore samt Decke eingebaut. Die Seitenwand des Korridors, der zum Innenraum grenzt, wird mit der Zwischendecke verschraubt. Hierbei achten Sie auf die Durchgangsmaße, bzw. Deckenhöhe! Montieren Sie die Decke auf 13 cm Höhe auf der Seite zum Außeneingang mit der Rattenklappe und verjüngen Sie zum anderen Ende die Deckenhöhe auf 11 cm. Inneneingang und Decke sind annähernd auf selber Höhe, während die Decke zum Außeneingang langsam ansteigt, bis auf die 13 cm am Ende. Diese Schrägstellung macht das Eindringen von unerwünschten Tieren schwerer und gibt den nötigen Raum nach oben, damit bei voll geöffneter Rattenklappe immer noch mindestens 10 cm Durchgangshöhe verbleiben! Achten Sie auf einen rechten Winkel zwischen Decke und Wand! Beachten Sie auch, dass es ein linkes und rechtes Element gibt (linker/rechter Eingang!) Setzen Sie dieses Bauteil nun in den Korpus ein und verschrauben Sie zunächst von der Außenwand in die Decke – erst danach die Stirnseiten der Innenwand von der Front und der Rückwand! So liegt alles sauber an und versteift den Körper. Achten Sie auch auf einen rechten Winkel der Innenwand vom Korridor zum Boden.
Nun werden die Rattenklappen eingebaut. Hierzu nehmen Sie die Klappen und bohren sie mittig und mit etwa 2,5 cm Abstand zur Kante ein 2 mm Loch in die Klappe. Nun drehen Sie die Östenschrauben so tief ein, dass der Schaft bis zur Öste selbst im Holz verschwunden ist. Geben Sie sich hierbei besonders viel Mühe, damit die Klappe später schön hängt und nicht windschief da rumeiert. 🙂
Danach drehen sie den Korpus vom Igelhaus auf den Kopf und legen die Rattenklappe mit der richtigen Seite in die Öffnung. Achten Sie auf einen gleichmäßigen Randspalt links und rechts der Klappe zur Wand. Nun bohren Sie etwa 2 mm! von den Ösen nach innen entfernt und möglichst mittig ein Loch. Als Nächstes drehen Sie die L-Haken ein. Diese werden so tief eingeschraubt, dass sie ca. 8-9 mm herausschauen. Achten Sie darauf, dass alle 4 Ösen und und L-Haken dieselben Einbaumaße haben! Mit einer Zange können Sie Ösen oder L-Haken so drehen, dass Sie die Rattenklappe einfädeln können. Es ist mit die fummeligste Arbeit am Igelhaus. Drehen Sie nun das Haus wieder richtig herum und prüfen Sie den Sitz der Rattenklappen. Die Klappen sollten schön gerade hängen, der Abstand links und rechts symmetrisch sein und die Klappe nicht nach innen oder aussen raus oder zurückstehen. Durch Drehen an den Befestigungen können Sie feinjustieren.
Weiter geht es mit dem Zusammenbau des Technikraums! Nehmen Sie die beiden Wandstücke, den Boden und das Distanzstück (Latte) zur Hand und unterbauen Sie den Boden so, dass die Seite zur Innenwand 3,5 cm über dem Boden liegt, auf der nach außen zeigenden Seite 6,5 cm. Der Boden wird schräg eingebaut. Das ist nötig, da sich die Kamera auf dem Fuß bei einer horizontalen Fläche nicht genügend neigen lässt. Die Kamera wird stehend montiert, der Fuß später am Boden verschraubt. Die Cam filmt schräg, damit der Bildausschnitt stimmt. Um alles zusammenbauen zu können, fixieren Sie die Einzelteile mit der Schraubzwinge in späterer Einbauposition. Wenn alles im Winkel ist und nichts kippelt, verschrauben Sie die Einzelteile des Vorbaus. Das Distanzstück wird etwa 1-2 cm unterhalb der Kante zum Dach angrenzend der Wand zum Innenraum des Igelhauses eingebaut. Der Vorbau ist am Ende ein abnehmbares Modul. Schrauben Sie anschließend das Technikabteil von innen durch die Wand mit der Aussparung für die Kamera mit 4 Schrauben fest. Im Anschluss bauen Sie das Dach aus der Siebdruckplatte ein. Benutzen Sie für die Dichtigkeit Spenglerschrauben. Bei der Frontplatte als Abdeckung reichen normale Schrauben, da der Dachüberstand ausreichend ist.
Nun kommt das Dach drauf! Schrauben Sie zunächst die 37 cm-Latte rechts mit ca. 5 mm Abstand zur Kante mit einer Schraube fest. So kann man sie einfach hochkippen und das Dach kann darauf abgestützt werden. Das Hinter Ende, wo das Dach aufliegt, muss etwa 1 cm Abstand zur Rückwand haben. Das Dach wird ausgerichtet. Es sollte sich links und rechts meist ein Überstand von 3 cm ergeben. Der rückseitige Dachüberstand ergibt sich aus der Scharnierbreite, womit das Dach befestigt wird. Schrauben Sie zunächst die Scharniere an die Rückwand. Ideal sind 6 cm von der Kante nach innen. Nachdem Sie das Dach ausgerichtet und ggf. Ungenauigkeiten in der Holzkonstruktion vermittelt haben, schrauben Sie das Scharnier mit sehr kurzen Holzschrauben fest. Die Schrauben dürfen maximal 9 mm lang sein, um nicht durch das Dach zu ragen!
Zuletzt werden noch die Zugfedern montiert. Diese verhindern dass das Dach von Waschbären, Mardern oder auch bei Sturm geöffnet werden kann. Zeichnen Sie mittig über den Eingängen 2 cm über der Kante die Position an. Dort schrauben Sie eine Zugfeder mit einer Unterlegscheibe fest. Am Dach messen sie bei einem Dachüberstand von 31 mm 104 mm von den Kanten nach innen und bohren in die Stirnseite der Platte ein 3 mm Loch. Im Anschluss drehen sie vorsichtig eine Schraube so tief ein, bis ihr Kopf noch ca. 5 mm herausragt. Daran werden die Zugfedern eingehängt und halten das Dach unter Spannung geschlossen.
Nun ist der handwerkliche Teil erledigt und Sie haben ein Igelhaus „mit ohne“ Kamera. 🙂 Um das „ohne“ zu streichen wird die Kamera eingebaut. Das Prozedere ist dabei dem Einbau in einen Nistkasten sehr ähnlich.
Einbau der Kamera ins Igelhaus
Nun kommt der Einbau der Kamera. Vorweg: Dieser Schritt setzt Fingerspitzengefühl sowie gewisses technisches Verständnis mit Computern voraus!
Die Wahl der richtigen Kamera
Empfehlen würde ich den Einbau einer Reolink RLC 510WA oder aber einer Reolink RLC 810WA. Kameras anderer Hersteller oder andere Modelle sollten vom Platz auch in den Technikraum passen. Doch ich habe nur Erfahrungen mit diesen beiden Modellen. Die 510 WA ist einfacher zu modifizieren als die 810WA, die zweiteilig konstruiert ist. Die 810WA hat das bessere Bild, was Aufnahmen in 4k erlaubt, während die 510WA durch ein immer noch sehr gutes Bild (2560×1920), einfachere Modifikation und deutlich günstigerem Preis punkten kann.
Vorbereitung und Einbau einer Reolink RLC 510WA
Die Reolink RLC 510WA ist derzeit einer der besten Kameras auf dem Markt für den Einbau in Nistkästen und Igelhäusern! Die Auflösung ist top und sie kann einfach modifiziert werden und ist dazu technisch auf der Höhe der Zeit. Dazu kein Registrier, – oder Abo-Zwang und die Kamera hat ein eigenständiges Webinterface, lässt sich also auch ohne App nutzen! Das gilt generell für Reolink-Modelle. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit der Benutzung der Kameras haben, lesen Sie zunächst die Installationsanleitung für einen bei mir im Shop bestellten Nistkasten. Die bezieht sich zwar auf Nistkästen, doch da die Technik identisch ist, sind die Schritte identisch umzusetzen.
Die Reolinkk 510WA wird von der Rückseite geöffnet. Die Schrauben befinden sich in 3 tiefen Versenkungen. Danach lässt sich die Front abnehmen. Das LED- Board um die Linse muss bloß abgeschraubt weren und schon kommt man an die Linse. Der Kleber an der Linse muss mit einem schmalen spitzen Gegenstand, etwa einem kleinen Schlitz-Schraubendreher gelöst werden, bis sich das Objektiv im Sockel drehen lässt.
Nun wird das Objektiv komplett rausgedreht und durch eines mit 2,8 mm Brennweite ersetzt. Denn im Igelhaus wird mehr Weitwinkel benötigt als der Werkszustand der Kamera vorsieht. Ebenso wäre das Bild unscharf ohne den Eingriff.
Schalten Sie die Kamera nun ein und schauen Sie durch den Livestream der Kamera, ob das Bild scharf ist und der Bildausschnitt passt. Setzen Sie die Kamera in den Technikraum mittig, stehend ein. Richten Sie sie aus, dass das Bild gerade und symmetrisch ist. Durch Drehen an der Linse verstellen Sie den Fokus. Von frontal betrachtet gegen den Uhrzeigersinn fokussiert näher zur Kamera hin, im Uhrzeigersinn weiter weg. Fokussieren Sie so, dass der schärfste Bildbereich ungefähr in der Mitte des Fressraums liegt, denn halten sich ihre Igel hinterher am längsten auf. Aber auch die Eingänge als am weitesten entfernte Bezugspunkte müssen scharf sein! Daher den Stream am besten im Vollbildmodus bei „Clear bzw. Klar“-Auflösung betrachten, – auf einem großen Monitor, damit der Fokus wirklich sitzt!
Wenn das Bild perfekt ist, setzen Sie das Frontglas wieder auf die Cam und drehen alle 3 Schrauben gut fest. Es kann sein, dass die Kamera durch den größeren Weitwinkel als vorgesehen einen leichten „Tunnelblick“ hat, ergo in den Bildecken eine teilweise Verschattung zu sehen ist, die aber zum Zuschauen nicht störend sein sollte. Die frühere RLC 410W, die ich selbst noch streame, hat ein 16:9 Format und oben/unten weniger Bild, drum sieht man diese Verschattung bei mir nicht. Reolink hat die 410W leider aber eingestellt. Die 510WA ist der Nachfolger.
Vergessen Sie nicht den Einbau einer Micro-SD-Karte. Der Kartenslot befindet sich zwischen den WLAN-Antennen auf der Kamerarückseite. Bauen Sie am besten eine Karte mit mindestens 64 Gb Kapazität ein. Sollten die Antennen nicht reinpassen, entfernen Sie die Ummantelung. Das geht durch Knicken/Biegen ca 1 cm vom Gelenk. In der Antenne befindet sich eine Art Schlauch mit 2 Metallhülsen am Ende. Da im Technikraum kein Wasser eindringt, kann man die so betreiben.
Einbau einer Reolink RLC 810WA
Die Reolink RLC 810WA ist die Wahl, wenn man die Deluxe-Variante ohne Kompromisse möchte! Sie erlaubt Aufnahmen in 4k Qualität und durch ein eingebautes, steuer, – und dimmbares Spotlight sogar Aufnahmen in Farbe! Ob das die Igel stört, muss man herausfinden. Doch die Kamera ist fast doppelt so teuer wie die ebenfalls schon sehr gute 510WA und ist erheblich aufwändiger zu modifizieren! Denn auch hier muss ein Weitwinkelobjektiv rein und der Fokus auf die Distanz perfekt eingerichtet werden. Ansonsten hat man zwar 500 PS, die man aber nicht auf die Straße bekommt.
Die Reolink RLC 810WA wird ebenfalls von hinten via 3 Schrauben in Senklöchern geöffnet. Danach tritt das Innenleben hervor und stellt fest, dass die Kamera zweiteilig aufgebaut ist und das LED-Board mit der Linse im Frontteil sitzt, der Rest mit Kabeln und Platinen im Körper der Kamera.
Zunächst muss das Kabel mit dem Steckerchen gelöst werden, damit man die Kamera richtig geöffnet bekommt. Als Nächstes werden die Schrauben der Platine im Frontglas gelöst. Aber nur die inneren, nicht die des großen LED-Boards! Die Optik nebst Sensor lommelt nun an einem Flachbandkabel und sollte sich aus der Mitte herausnehmen lassen. Es ist Fummelkram und braucht Geduld!
Die Linse ist ebenfalls mit 2 Klebepunkten fixiert. Wahrscheinlich benötigen Sie einen Lötkolben, um den Kleber aufzuschmelzen und zu lösen, ohne Kraft anwenden zu müssen, denn die Handhabung ist schwierig.
Drehen Sie die Linse raus und dann die 2,8 mm-Linse ein. Sie muss ziemlich tief eingeschraubt werden. Legen Sie die Kamera nun ins Technikabteil und versuchen Sie sie durch den Livestream schauend zu fokussieren. Beim Feintuning sind vermutlich mehrere Zusammenbau und Demontagen nötig bis das Bild einwandfrei ist. Schauen Sie im Vollbildmodus genau hin! Schalten Sie auch das kamerainterne Spotlight ein und testen Sie die Bildschärfe auch im Farbmodus! Hier fallen Unschärfen eher auf. Der Bereich wo der Napf später steht (ca 20 cm von der Kamera entfernt) als auch die Eingänge weiter hinten sollten brilliant scharf erscheinen.
Wenn der Fokus sitzt, bauen Sie alles wieder ordnungsgemäß zusammen, stecken Sie das ausgesteckte Kabel wieder ein und drehen die Schrauben wieder gut fest, damit die Kamera dicht ist. Unter Umständen haben Sie einen Tunnelblick bei der Kamera mit dunklen Bildecken. Dies liegt möglicherweise an dem Schaumstoffring. Fasen Sie die innere Kante des Rings mit einer Nagelschere ca auf 45° an. Dann sollte dieser Rand weg sein. Ohne den Einbau des Schaumstoffrings um die Linse ergibt sich ein schlechteres Bild durch Blendeffekte vom LED-Board zur Linse im zusammengebauten Zustand.
Igelhaus mit Kamera ist fertig 🙂
Nun haben Sie es geschafft und ihr eigenes Igelhaus mit Kamera gebaut! Jetzt sollte die Bude nur noch mit einem biologischen Holzschutz versehen werden und dann kann die Igelshow beginnen 🙂 Hier finden Sie Tipps, wo das neue Igelhaus am besten platziert werden sollte.
Wichtige Info - bitte beachten!
Diese Anleitung ist ausschließlich für den privaten Gebrauch sowie für schulische Zwecke gedacht! Jegliche kommerzielle Nutzung ist untersagt. Da sich nicht jeder ein fertiges Igelhaus aus meinem Shop leisten kann und ich aber auch zugleich sozial eingestellt bin, stelle ich meine Anleitungen trotz Shop kostenlos zur Verfügung, um auch Menschen mit weniger Budget aber handwerklichem KnowHow teilhaben zu lassen.
Fertiges Igelhaus mit Kamera bestellen
Wenn Ihnen der Bau doch zu mühseelig ist, können Sie ein fertiges Haus gerne auch bei mir bestellen! Im Shop finden Sie weitere Angebote, darunter auch Nistkästen oder Eichhörnchenkobel.
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