Nistkasten Livestream

Live aus 4 Nistkästen, dem Igelhaus und Futterhaus!

Hier piepts' und piekts' wohl noch!

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Nistkasten live - Bauanleitung für einen Nistkasten mit Kamera



Nistkästen mit eingebauter Kameratechnik liefern spannende Einblicke ins Brutgeschehen der Meisen oder anderer Vögel. Sie stellen einen guten Weg dar, beim Brüten zusehen zu können, ohne die Vögel dabei zu stören, etwa durch Öffnen von Nistkästen. Letzteres sollte man auf keinen Fall tun um die Neugierde zu stillen! Bewährt hat sich der Einsatz von Netzwerkkameras, z.B via WLAN und LAN wie sie für dieses Projekt zum Einsatz kommen.

Hier zeige ich nun die Bauanleitung für mein Nistkastenmodell! Jedoch sind gehobene handwerkliche Kenntnisse erforderlich. Auch der Umgang mit filigraner, empfindlicher Elektronik sollte sitzen :)


Auf Anfrage kann ich so einen Nistkasten aber auch bauen und anschlussfertig verschicken! Dazu einfach
Kontakt aufnehmen!

Materialien zum Bau

Materialien:

Das Holz sollte unbehandelt und sägerau sein. Im Holzhandel werden so Bretter meist als Schalbretter angeboten. Einige Bauteile finden sich nur im Internet - die entsprechenden Links finden Sie nebenstehend.

1. Holzbretter 20 cm breit, 2 cm dick
2. Holzbretter 14 cm breit, 2 cm dick & Brett 8 cm breit, 2 cm dick (als Befestigungshilfe)
3. 1x Stück Blech
4. 1x Siebdruckplatte 9 mm dick
(Hier erhältlich, Breite auf 30 cm vorgechnitten!)
5. Lüsterklemmen (kleine)
6. Kabel
7. 1x 4 mm CCTV Kameralinse ( 1/2,7) (
Hier erhältlich) (entfällt bei Reolink-Kamera!)
8. Ctronics 1080p Kamera (
Hier erhältlich!)*
8b. Reolink 1440p 4 MP Kamera (
Hier erhältlich) oder hier!*
9. Torxschrauben 40x4 mm
10. Kurze Schrauben, max. 15 mm lang.
11. Isolierband
12. Y-Adapterstück DC 12 Volt (
Hier erhältlich)

* 8b: Wer ein paar Euro drauflegt, bekommt eine bessere Kamera mit Aufnahmefunktion (Speicherkarten muss extra gekauft werden)

Bei Einbau einer Innenbeleuchtung:

13. 1-2x LED Einzeldioden warmweiß oder kaltweiß 12 Volt (Hier erhältlich)
14. 1x KEMO Dämmerungsschalter 12 Volt (
Hier erhältlich)
15. Kippschalter (
Hier erhältlich)
16. Saitenschneider oder Abisolierzange

Bei Einbau einer diffusen Beleuchtung in Lichtschiene (Empfohlen, Erklärung unten):

17. Kurzer, selbstklebender LED-Strip mit 3 Dioden (Hier erhältlich)
18. Delta-Profil Lichtschiene (
Hier erhältlich)



Werkzeuge:

Folgendes Werkzeug wird benötigt:

1. Diverse Schraubendreher
2. Akkuschrauber mit Bit, u.a für Torx-Schrauben
3. Kernlochbohrer in 32 und 35 mm sowie 72 mm
4. Stich,- oder Kreissäge
5. Maßband/Zollstock/Lineal
6. Feile oder Schleifpapier
7. Imbusschraubenschlüssel (2,5 mm)


Bei Einbau einer Innenbeleuchtung:

8. Lötkolben & Lötzinn
9. Reißzwecke flach

Maße des Nistkastens und Zusammenbau der Einzelteile


Der Nistkasten hat eine Grundfläche von 14x14 cm und eine Gesamthöhe von 40 cm. Die Größe ergibt sich aus dem Mindestabstand der Kamera zum Kastenboden sowie dem Technikabteil über dem Brutraum. Die Höhe vom Boden bis zur Decke beträgt 24 cm. Die Front der Kamera befindet sich später auf gleicher Höhe mit der Decke. Das obere Ende der Kamera passt dann noch ganz knapp ins Technikabteil und er Deckel geht zu :)

Das folgende Schaubild zeigt die Maße der Einzelteile sowie deren Zusammenbau! Schleifen Sie alle Schnittkanten mit Feile oder Schleifpapier bei.

Bei Einbau der Reolink - Kamera sollte der Nistkasten 1-2 cm höher gebaut werden, aus den 39 cm würde 40 bzw. 41 cm. Da die Kamera 1-2 cm länger als die Ctronics ist. Sonst ändert sich nichts. Auch bei den Standardmaßen tät es der Sache kein Abbruch aber größere Entfernungen zum Kastenboden führen zu einem größeren Schärfebereich des Kamerabildes!



Alle Verschraubungen müssen vorgebohrt werden sonst reißt das Holz! Achten Sie auf Winkeligkeit von Zwischendecke und Kastenboden!

Zusammenbau des Nistkastens mit Kamera:

1. Schrauben Sie die 20 cm breiten Seitenbretter an das 14 cm breite Brett der Rückwand. Vorbohren jeweils nicht vergessen!

2. Setzen Sie den Kastenboden 1 cm tief ein - es entsteht eine Tropfkante die vor Nässe besser schützt (siehe Bild 1) Achten Sie auf Winkeligkeit des Bodens! Der Boden wird an den Seiten mit 3 Schrauben und rückseitig 1 Schraube befestigt. Das beugt Verzug vor! An die Rückwand schrauben sie das Montagebrett. Es soll das Anbringen an einer Wand erleichtern da das Dach rückseitig 1,5 cm überstehen soll! Das Brett ist dicker als der Dachüberstand. Es wird bündig mit dem Kastenboden montiert.
Nicht oben bündig - sonst kann Wasser eindringen das auf der Stirnseite steht!

3. Die Zwischendecke mit der 75 mm Öffnung für die Kamera wird vom Boden aus gemessen im 24 cm Abstand eingesetzt! Winkel beachten!

4. Danach setzen Sie das 9 cm breite Brett ein woran später der Dämmerungsschalter (wenn gewünscht) geschraubt wird (Bild 2).
Hierbei wichtig: Die obere Kante darf nicht bündig zu den Seitenwänden sein! 2-4 mm Luft zum späteren Dach sind für die Kabel nötig!

5. Setzen Sie die Frontseite ein und legen Sie die Spechtschutzplatte passend aufs Flugloch, sodass ein gleichmäßiger, hölzerner Innenrand erkennbar ist (Bild 3) Schrauben Sie die Platte mit 4 kleinen Schräubchen fest. Ggf. müssen die Seiten des Frontbretts etwas abgeschliffen werden, sollte es klemmen oder sehr schwer reingehen.

6. Montieren Sie den Rahmen um das Flugloch. Das breitere Holz kommt obendrüber, die beiden angefasten Seitenteile darunter (siehe Bild 3).
Vorsichtig die Schrauben anziehen - das Holz reißt hier trotz Vorbohren schnell bei den Seitenteilen!

7. Montieren Sie das Dach. Es steht zu den Seiten 6 cm über, nach hinten 1,5 cm. Der Überstand nach Vorne ergibt sich so. Beachten Sie den Winkel damitdas Dach parallel zu den Kastenwänden sitzt - auch der Optik wegen. Bohren Sie vor!



Der weiter unter folgende Schritt entfällt, wenn Sie keine Innenbelechtung einbauen möchten!

Sinn und Funktionsweise der Innenraumbeleuchtung im Nistkasten:

Die Kamera im Nistkasten filmt bei genügend Licht in Farbe und nachts bei Dunkelheit im Infrarotmodus (schwarz weiß) Ist es am Tage im Nistkasten zu dunkel, etwa standortbedingt oder bei schlechtem Wetter, filmt die Kamera möglicherweise ganztägig im Nachtmodus. Oder aber die Bildqualität im Farbmodus ist schlecht durch Rauschen. Dem wirkt das Innenlicht entgegen indem es mehr Licht ins Dunkel bringt. Die Bildqualität ist deutlich besser!

WICHTIG! Der Dämmerungsschalter wird invertiert angeschlossen, also er schaltet das Licht bei Tag ein und bei Nacht aus! Die Nachtruhe der Vögel wird also nicht gestört da es nachts garantiert dunkel im Nistkasten ist! Das Licht wird bei Tagesanbruch/Abenddämmerung automatisch an bzw. ausgeschaltet! Im Falle eines Defekts mit Dauerlicht könnte man das Licht mittels Kippschalter an der Aussenseite des Kastens schnell und störungsfrei auschalten!

Einbau der Innenbeleuchtung des Nistkastens:

Dieser Schritt kann vor oder nach dem Einbau der Kamera erfolgen - ohne Kamera hat man jedoch mehr Platz in der Technikabteilung. In diesem Beispiel bauen wir erst die LED-Beleuchtung ein.

1. Nehmen Sie 1 der kleinen LED's
(Das Foto zeigt noch 2, aber 1 reicht!) und löten Sie zunächst die Kabelenden mit Lötzinn an - oder vercrimpen sie sie (fachlich richtig dann) Die Kabel sind zu fein zum Auflegen und das Vercrimpen oder Lötzinn an den Enden macht sie greifbar für die Lüsterklemme.

2. Montieren Sie den Dämmerungsschalter auf die obere Front. Verbinden Sie alle Kabelenden mit einer Lüsterklemme.

3. Brücken Sie mit einem Kabel den ersten und den letzten Kontakt.
(Die Zeichnung liegt dem Schalter bei!)

4. Nehmen Sie das Y-Adapterstück und kappen Sie eine Seite, isolieren die beiden Drähte ab, legen das rote Pluskabel auf den Plus-Input des Schalters auf. Das Minuskabel der Leuchte(n) wird zusammen mit dem Minus-Stromkabel bei Minus aufgelegt. Das Pluskabel der Leuchte wird auf den 2. Kontakt von links-Aussen aufgelegt.

5. Schließen Sie das Stromkabel an den Y-Adapter an und testen Sie die Funktion mit einer Lampe am Lichtsensor. Beim ersten Kontakt blitzt das Licht kurz auf auf! Halten Sie die Lampe vor den Lichtsensor sollten die LED im Nistkasten angehen!

Das nachfolgende Video demonstriert die Funktion des Dämmerungsschalters.



6. Denken Sie an den Kippschalter - er kommt in das äußere Loch der Seitenwand. Die Zuleitung der LED muss über den Schalter geführt werden.

Variante mit diffuserem Licht (Empfohlen)

Bei der einfachen Variante weiter oben kommt eine einzelne LED zum Einsatz. Die Leuchtstärke genügt vollkommen! Allerdings wird einem direkt das grelle Licht mit hartem Schattenwurf auffallen! Daher empfiehlt sich die Variante mit einem Eckprofil. Dabei wird die LED in eine Lichtleiste mit diffuser Kunststoffabdeckung gepackt - das bricht das Licht, der Schlagschatten verschwindet und es ist nicht mehr so grell, - und dazu "vandalismussicher" :)

Haken: Es gibt nur 1 oder 2 m Profile, benötigt werden 14 cm - viel Verschnitt. Der Diffusor kann aber auch aus irgendetwas Anderem hergestellt werden - einfach mal kreativ sein! Es muss nur hart genug sein um neugierigen Meisen stand zu halten!

Das Profil kann mit einer Schraube befestigt werden! Dazu einfach innen an den Rändern je 1 Loch bohren und eine kleine Schraube reindrehen. Die innere Schraube kann auch durch eine Reißzwecke ersetzt werden wenn man da nicht drankommt!

Einbau der Kamera in den Nistkasten


Nun gehts ans Eingemachte - der Nistkasten ist baulich soweit fertig und es geht an den Einbau der Kamera. Dies ist der komplizierteste Arbeitsschritt und setzt fortgeschrittene Kenntnisse im Umgang mit Computertechnik sowie Fingerspitzengefühl voraus, denn die Kamera muss leider zerlegt werden! Das Objektiv, eine 2,8 Linse muss durch eine 4,2 er Linse ersetzt werden. Dies ist nötig um den passenden Bildausschnit im Nistkasten zu bekommen und muss auch der Fokus für diese nahen Distanzen genaustens eingestellt werden, möchte man später ein scharfes Bild haben und das Optimum herausholen!

Beachten Sie, dass durch den erforderlichen Umbau der Kamera ihre Garantie verlieren! Agieren Sie mit größter Sorgfalt und Vorsicht!

Vorbereitung der Kamera (Modell: Ctronics 1080p WLAN)

Nach dem Auspacken aus dem Karton nehmen Sie den Rahmen aus dem 80x80 er Vierkantrohr mit den 4 Stellschrauben und setzen die Kamera in diesen Rahmen ein. Die Kamera wird so in den Rahmen eingespannt, dass die Frontseite etwa bündig mit der Zwischendecke zum Nistbereich ist. Das Finetuning kommt später beim Einbau.

1. Entfernen Sie mit einem spitzen Gegenstand die Frontblende. An einer Stelle ist eine Vertiefung/Kerbe, am Übergang zum weißen Rand der Kamera. Dort müssen Sie etwas "knippen" und hebeln. Ein kleiner Schlitz-Schraubendreher tut hier gute Dienste!

2. Entfernen Sie den Haltearm der Kamera. Sie müssen alle Madenschrauben herausdrehen (
Innensechskant, 1,5 er Imbusschlüssel nötig) Es bleibt nur noch der Stumpf übrig an dem das Gelenk vorher war.

3. Schrauben Sie die Kamera vorne auf - dort sind 4 Löcher in denen die Schrauben tief eingelassen sind. Die Schrauben gehen zum Teil sehr schwer, jedoch einfacher, wenn man alle 4 immer stückweise löst!



4. Öffnen Sie vorsichtig die Kamera. Sie sehen ein Gerippe mit vielen Kabeln. Nun müssen Sie die Frontblende mit dem Glas entfernen. Dazu müssen Sie 3 kleine schwarze Kreuzschrauben entfernen. Danach lässt sich die Front herausnehmen. Sie hängt jedoch am Kabel des Mikrofons.

5. Jetzt wird die Linse entfernt. Die ist jedoch mit etwas Heißkleber an 2 Stellen befestigt. Mit etwas Glück ist die Verbindung nicht da und die Linse lässt sich wie eine Schraube herausdrehen. Wenn nicht, müssen die Klebestellen geschwächt oder entfernt werden! Mit einem kleinen spitzen Schlitz-Schraubendreher kann man die Klebestellen abknippeln.
Hierbei ist Fingerspitzengefühl nötig! Rutschen Sie nicht ab! Der Kleber solle jedoch bald nachgeben und abbröckeln. Kleinere Reste an der Linse sind nicht schlimm da sie ja herausgedreht wird.



6. Drehen Sie die Linse nun heraus. Achten Sie darauf, dass kein Schmutz in den Linsenschaft fällt. Am besten halten Sie die Kamera so, dass sie auf der Seite liegt oder nach unten zeigt - so würden etwaige Fremdkörper nicht auf den Sensor fallen, sondern aus den Linsenschaft heraus. Drehen Sie nun vorsichtig die neue 4,2 mm Linse ein.

7. Bauen Sie die Kamera wieder notdürftig zusammen. Das Innenleben muss man nicht unbedingt wieder mit der gläsernen Front befestigen - das erleichtet Arbeiten an der Kamera. Die Position verschiebt sich nicht.


Optional: Man kann auch eine SD-Speicherkarte in die Kamera einsetzen um Aufnahmen zu speichern. Jedoch wird womöglich nur im .h264-Format aufgezeichnet und jede Aufnahme müsste erst konvertiert werden. Etwa mit dem VLC-Player. Mehr Sinn macht bei diesem Modell eine Synology Diskstation mit dem Tool "SurveilanceStation" die maximale Anzahl Kameras ist jedoch auf 2 begrenzt. Für mehr sind teure Lizenzen nötig

Vorbereitung der Reolink- Kamera (Reolink 410w,1440p mit WLAN & Audio)

Die Reolink ist eigentlich die bessere Kamera, kostet jedoch etwas mehr als die Ctronics. Der Vorteil hier ist aber klar die Technik: Die Kamera bietet eine gescheite Firmware und dazu eine gute und brauchbare Aufnahmefunktion! Desweiteren ist die Reolink einfacher zu modifizieren und kommt auch schon mit einer 4 mm Linse daher (!) Ein Objektivwechsel ist nicht nötig - jedoch eine Neufokussierung!

Die Kamera wird von der Rückseite geöffnet. Die Schrauben befinden sich in 3 tiefen Versenkungen. Danach lässt sich die Front abnehmen. Das LED- Board um die Linse muss bloß abgeschraubt weren und schon kommt man an die Linse. Wie auch bei der Ctronics oben beschrieben, muss hier der Kleber an der Linse gelöst/geschwächt werden. Man dreht die Linse dann etwas heraus und dann den Kleber dann einfach abfummeln, dann bringt man die Kamera mit dem Rahmen in Position und stellt das Bild scharf. Der SD-Kartenslot befindet sich hinten und zeigt nach Oben im eingebauten Zustand.

Die WLAN-Antennen passen bei dieser Cam womöglich nicht in den Nistkasten da sie zu lang sind. Hierzu entfernt man einfach die Hülsen der beiden Antennen. Die eigentliche Antenne ist kürzer! Hierzu "biegt" man die Antenne ca 2 cm hinter dem Gelenk stark in 2 Richtungen, danach zieht man die Hülse vorsichtig vom Innenleben ab sobald der Spalt offen ist.
Das Innenleben ist sehr empfindlich und darf nicht geknickt oder mechanisch belastet werden!



Einbau der Kamera (Ctronics)



1. Die Kamera sitzt in ihrem Rahmen und kann jetzt in die Technikabteilung in den Nistkasten gestellt werden. Richten Sie die Kamera so aus, dass der Stumpf des vorherigen Kamera-Haltearms so geradenoch im Inneren des Nistkastens liegt und das Dach noch zuginge. Die Frontseite ist dabei in etwa bündig zur Decke im Nistbereich.

2. Schließen Sie die Kamera an Strom und LAN an. Danach suchen Sie im Router nach dem Gerät mit dem Namen "IPCAMERA". Geben Sie die IP der Kamera im Web-Browser ein und geben jeweils "admin" für beide Eingabefelder ein. Da Flash nicht mehr ist, sehen Sie hier zumindest kein Bild. Stellen Sie die Zeitzone, Gerätename, etc. ein. Und in Videoeinstellung die Bitrate von 1536 auf 6144. In den Bildeinstellungen dann WDR aktivieren und den Wert auf 8 setzen.

3. Greifen Sie mit dem VLC-Player auf den Livestream der Kamera zu! Das geht am PC unter "Medien", dann "Netzwerkstream öffnen". Der Livestream liegt unter folgendem String: "
rtsp://ipadresse/11" Das gibt man da ins Feld ein und man sollte den Livestream der Kamera sehen! Der Substream liegt auf der /12.



4. Schrauben Sie wieder die Frontblende der Kamera ab. Die Kamera kann dabei online bleiben! Stellen Sie sie danach vorsichtig (denken Sie an das Mikrofonkabel!) wieder in den Kasten. Stellen Sie nun das Bild durch Drehen an der Linse scharf! Stellen Sie eine Lampe direkt vor den Kasten sodass sie im Tagmodus und unter guten Lichtbedingungen filmt! Stellen Sie einen Gegenstand von ca 10 cm Höhe in den Kasten. Fokussieren Sie die Oberseite des Gegenstands maximal scharf. Der Kastenboden darf in den Ecken schon wieder leicht unscharf werden!
Das Vogelnest später baut in der Höhe auf und ist näher an der Kamera als der Boden! Es würde ggf. sonst unscharf - je nachdem wieviel Nistmaterial eingebracht wird! Eine spätere Korrektur ist nicht mehr möglich! Schalten Sie nun das Licht aus, bringen die Kamera in den Infrarotmodus und prüfen Sie im Nachtmodus die Bildschärfe!

5. Bauen Sie die Front wieder ein und prüfen nochmal die Bildschärfe. Dann drehen Sie alle 4 Schrauben der Front aussen wieder ein. Das Innenleben muss nicht mit der Front befestigt werden.

6. Richten Sie die Kamera aus indem Sie den Rahmen drehen. Das Flugloch sollte links oder rechts im Bild vollständig zu sehen sein! Richten Sie die Kamera so aus, dass die Kanten im Kasten möglichst parallel zum Bildrand sind und auch die Abstände passen. Über die M6 er Schrauben womit die Kamera gehalten wird kann die Kamera ideal justiert werden.



7. Schrauben Sie den Rahmen mit der Kamera in den jeweils gegenüberliegenden Ecken mit einer Schraube + Unterlegscheibe fest. Die Unterlegscheibe ragt über die Kante von dem Rohr und befestigt das ganze so.

8. Schrauben Sie die WLAN-Antenne auf die Kamera und klappen diese um - sie sollte problemlos am Haltearm-Stumpf vorbei in eine Ecke zeigen und auch das Dach noch zugehen!



Einbau der Reolink-Kamera

Der Einbau der Reolink Kamera unterscheidet sich kaum von der Ctronics! Die Arbeitsschritte sind dieselben und sogar einfacher da man "so" an die Linse zum Fokussieren dran kommt und hinten nur 3 Schrauben gelöst werden müssen. Anders ist das Suchen der Kamera - hier muss man im Router schauen da das UpCam-Tool die Cam nicht erkennt. Sie müsste im Router "Reolink" oder "Camera" heißen, bzw. nach dem Namen benannt sein, den Sie als Gerätename im Backend der Kamera eingetragen haben.


Den Nistkasten in Betrieb nehmen


Typ A mit Ctronics Kamera:

Das Schwerste ist geschafft! Jetzt muss der Nistkasten noch mit dem WLAN verbunden werden - sofern keine LAN-Anbindung möglich am Aufstellungsort. Hierzu gehen Sie im Kamerainterface in die WLAN-Einstellungen und suchen ihr Heimnetzwerk. Dann nur noch das Passwort Ihres WLAN eintragen und die Verbindung mit dem Button testen. Bei erfolgreichem Test kann das LAN-Kabel entfernt werden. Danach wird die Kamera über WLAN erreichbar sein - jedoch meist unter einer anderen IP-Adresse!

Nun kann der Nistkasten an seinen Bestimmungsort! Er sollte jedoch mit einer bilogisch unbedenklichen Holzschutzfarbe von Aussen getrichen werden - ansonsten wird er optisch nicht lange schön aussehen! Der RTSP-String sieht hier so aus:
rtsp://ipadresse:554/11


Typ B mit Reolink 410w - Kamera

Auch hier wird die Kamera mittels LAN-Kabel und dem Netzteil angeschlossen. Die Reolink Kamera müsste im Router "Reolink" oder "Camera1" heißen bis zum Erstzugriff. Dann gibt man ihre IP ein. Die default Anmeldedaten sind:
admin und das Passwortfeld bleibt leer! Zum späteren Ansehen des RTSP-Livestreams muss allerdings ein Passwort gesetzt werden! Nach dem Einrichten des WLAN kann das LAN-Kabel weg, - die Kamera wird allerdings vom Router eine neue IP-Adresse bekommen.

Der String für den RTSP-Livestream sieht so aus:
rtsp://benutzername:passwort@IP_der_Kamera:554/h264Preview_01_main

Für den Sub-Stream wird hinten das "main" einfach durch "sub" ersetzt.

Mit dem VLC-Player kann der Stream permanent betrachtet werden. Den gibts für PC und Handy. Am PC wählt man dann oben links "Medien" aus, dann im Dropmenü Netzwerkstream öffnen und dann kommt das Eingabefeld für den String für den Stream. Danach sollte das Kamerabild erscheinen!


Livestream von Unterwegs sehen können (gilt für beide Kameratypen)

Möchten Sie den Livestream von Unterwegs sehen, müssen Sie im Router eine Portweiterleitung einrichten. Dazu muss der Port 554 weitergeleitet, bzw. geöffnet werden. Danach wäre der Livestream der Kamera aus dem Internet heraus auf dem Port 554 zu erreichen. Sie benötigen jedoch Kenntnis über die aktuelle IP Ihres Internetanschluss. Der String im VLC-Player (gibts auch für Mobilgeräte!) sähe dann so aus: "
rtsp://internet-ip:554/11" Da sich die IP Ihres Anschluss ändern kann - sofern sie keinen Tarif mit statischer IP haben - sollten Sie einen DynDNS Dienst nutzen, etwa "No IP".

Es gibt übrigens auch Apps für beide Kameramodelle! Da ich diese jedoch nicht nutze, sondern lokal auf die Kamera selbst zugreife, kann ich dazu keine Auskünfte in Sachen Einrichtung o-ä geben.

Es gibt eine Reolink-App in Playstore, Appstore oder auch als PC-Client. Auch von der Ctronics gibt es entsprechende Apps.

© www.nistkasten-livestream.de