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schlüpfende Küken

Ab März geht bereits die neue Brutsaison los und im Shop können Sie Ihren Nistkasten mit Kamera für eigenes Vogel-TV bequem bestellen!

Vogelhaus bauen und richtig aufstellen - Tipps

Fast jeder hat ein Vogelhaus im Garten was in Zeiten schwindener natürlicher Lebensräume und Nahrungsquellen immer wichtiger wird. Wie beim Nistkasten, gibts aber auch bei der Wahl des Futterhauses sowie Standort und Bauart einiges zu beachten. Tipps für Nistkästen bekommt ihr hier!

Das richtige Futterhaus finden oder selber bauen

Ein Futterhaus sollte einigen Anforderungen gerecht werden damit es seinem Sinn bestmöglich dienlich ist!

 

Größe:

 

Die Größe der Futterfläche sollte groß genug sein um mehreren Vögeln gleichzeitig Zugang zum Futter zu gewähren. Mein Futterhaus hat ein Futterflächenmaß von ca. 15×30 cm. Alternativ kann man bei kleinen Futterflächen noch ergänzend Futterspender installieren, – dann verteilen sich die Vögel etwas und es gibt weniger Futterneid 😉

 

 

Zugang zum Futter:

 

In manchen Fällen kann es vorkommen, dass große Vögel den kleineren alles wegfressen oder gewisse unerwünschte Vogelarten aufkreuzen. Tauben, besonders die klassische Stadttaube vertilgen oft viel Futter und verunreinigen die Futterstelle mit Kot. Manche Leute möchten diese Vögel daher von der Futterstelle ausschließen. Dafür kann man um die Futterfläche ein „Gitter“ bauen, welches größeren Vögeln wie Tauben den Zugang verwehrt, von Kleinvögeln aber problemlos überwunden werden kann. Dies würde unter Umständen auch vor dem hungrigen Marder bei Nacht schützen! Ein „vergittertes“ Futterhaus ist meist nur in städtischem Gebiet nötig, auf dem Land sind Tauben seltener.

 

 

Futtersilos:

 

Eine andere Variante zum „klassischen“ Futterhaus, ist das Futtersilo. Dabei handelt es sich um einen Futterspender bei dem unten eine kleine Plattform mit einem Spalt in der Futtersäule ist. Es quillt durch das Gewicht der Futterhäuse im Zylinder etwas Futter heraus. Beim Wegfressen rutscht dabei immer nur etwas Futter nach. Futtersilos sind für Tauben, Marder oder auch Ratten eher uninteressant da sie neben dem erschwerten Zugang zum Futter meist auch hängend installiert werden und keinen Pfahl haben woran hochgeklettert werden könnte*. Futtersilos sind ideal für Kleingärten oder Balkone. Futtersilos können auch als Bestandteil eines „normalen“ Futterhaus genutzt werden.

 

Das Dach:

 

Jede Futterstelle sollte ein Dach haben damit das Futter vor Regen geschützt ist. Der Dachüberstand sollte großzügig gewählt werden damit auch bei Schlagregen von der Wetterseite das Futterhaus nicht absäuft. Dauernasses Futter verdirbt schneller und schimmelt ggf. von unten her. Das Dach kann mit Dachpappe versehen werden und wird dadurch wiklich wasserdicht für viele Jahre!

 

Das richtige Material:

 

Vogelhäuser gibt es meist aus Holz aber auch Varianten aus Kunststoff finden sich häufig. Bei einem Vogelhaus aus Holz sollte das Holz mit biologischer und schadstofffreier Holzschutzfarbe behandelt werden. Diese Farben sind ohne Lösemittel und eben biologisch unbedenklich, schützen das Holz aber dennoch und das Futterhaus sieht auch nach Jahren noch schön aus. Unbehandeltes Holz verfärbt sich rasch grau und sieht unansehnlich aus. Die Futterfläche selbst kann man unbehandelt lassen. Futterhäuser aus Kunststoff kann man zwar nehmen aber Kunststoff ist umweltschädlich.

Der richtige Standort für ein Vogelhaus

garten Vogelhäuser stellt man am besten dort auf wo möglichst wenige Störungen zu erwarten sind, in einer geschützten Ecke im Garten. Auch sollten Büsche im Umfeld sein worin sich die Vögel verstecken können usw. Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit vor Katzen! Streunende Katzen sind eine Gefahr für Vögel und der Standort sollte es Katzen möglichst schwer machen! So sollte man das Futterhaus auf einen Pfahl von mindestens 1,5 m Höhe platzieren oder an einen Baum hängen. Ein Katzenabwehrgürtel mit Zacken vergrämt Katzen aber auch Marder und teilweise Ratten.

 

Aber auch die Aufstellung auf dem Balkon ist möglich und wird gerne angenommen. Auch hierbei sollten keine Katzen im Spiel sein. Mancherorts kann es wegen herunterfallendem Kot oder Futter allerdings Theater mit den Nachbarn unterhalb des eigenen Balkons geben! Man sollte die Aufstelleng eines Futterhauses in solch einem Fall am besten absprechen oder geeignete Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Balkone/Terrassen unterhalb der eigenen Wohnung treffen. Nistkästen sind dagegen unproblematisch da besonders Meisen sowohl den Nistkasten als auch den Bereich um den Kasten sehr sauber halten! Kot wird man da in der Regel keinen finden, der Kot der Küken wird entweder von den Elterntieren gefressen oder abtransportiert!

Das richtige Vogelfutter

Am besten füttert man Vogelfutter mit einem breiten Spektrum an verschiedenen Samen. Der Klassiker aus Sonnenblumenkernen und Erdnüssen kommt dabei besonders gut an da er von den meisten Arten gefressen wird. Genaue Informationen zu den verschiedenen Futtermitteln gibt es beim Nabu. Wichtig ist es allgemein, Meisenknödel ohne Netz zu verwenden. Im Netz könnten sich die Vögel verfangen und verenden!

 

Sommerfütterung, ja oder nein?

 

Noch immer gibt es kontroverse Diskussionen darüber, ob man im Sommer füttern sollte oder nicht! Ich persönlich bin eher FÜR die Fütterung auch im Sommer, – aber mit besonderen „Auflagen“! Im Sommer vermehren sich Krankheitserreger am Futterhaus schneller und man sollte das Thema Hygiene noch ernster nehmen! Finden sich überdurschnittlich viele tote Vögel im Bereich des Futterhauses, sollte die Fütterung sofort eingestellt werden bis zum Winter! Für eine Sommerfütterung spricht unter anderen schon ein zunehmender Mangel an Insekten und natürlichen Lebensräumen, die Futter bereitstellen.

 

Sonderfall: Fütterung während der Brutzeit ist mit Vorsicht zu genießen!

 

Während der Brutzeit sollte man die Fütterung unter Umständen einstellen, bzw. auf Lebendfutter umstellen! In meinem Fall ist es bei der Brut 2019 vorgekommen, dass die Elternvögel Körnerfutter an die Küken verfütterten. Dies hat wahrscheinlich zum Tod der Brut im Hüttenkasten beigetragen. Küken können Körnerfutter nicht verwerten und beziehen Wasser wie Nährstoffe rein aus Insektennahrung! Besonders bei geringen Abständen zwischen Nistkästen und Futterhaus steigt die Gefahr einer Falschfütterung! Am besten stellt man die Fütterung daher von April bis Juni ein und füttert Insekten/Buffallos oder Mehlwürmer, – dieses Futter ist je nach Vogelart für die Küken auch geeignet!