Nistkasten Live - Bauanleitung für einen Nistkasten mit Kamera

Nistkästen mit eingebauter Kameratechnik liefern spannende Einblicke ins Brutgeschehen der Meisen oder anderer Vögel. Sie stellen einen guten Weg dar, beim Brüten zusehen zu können, ohne die Vögel dabei zu stören, etwa durch Öffnen von Nistkästen. Letzteres sollte man auf keinen Fall tun um die Neugierde zu stillen! Bewährt hat sich der Einsatz von Netzwerkkameras, z.B via WLAN und LAN wie sie für dieses Projekt zum Einsatz kommen.

 

Hier zeige ich nun die Bauanleitung für mein Nistkastenmodell! Jedoch sind gehobene handwerkliche Kenntnisse erforderlich. Auch der Umgang mit filigraner, empfindlicher Elektronik sollte sitzen 🙂

 
INFO: Sie können aber auch den komplett fertigen Nistkasten mit Kameratechnik, mit oder ohne Licht einfach im Shop bestellen! Dann hieße es nur noch Strom dran, WLAN rein und dem Vogelkino zuschauen! Bestellungen via Kontaktformular sind ebenfalls möglich!
Nistkasten mit Kamera

Materialien zum Bau

  • Materialien:

    Das Holz sollte unbehandelt und sägerau sein. Im Holzhandel werden so Bretter meist als Schalbretter angeboten. Einige Bauteile finden sich nur im Internet – die entsprechenden Links finden Sie nebenstehend.

    1. Holzbretter 20 cm breit, 2 cm dick
    2. Holzbretter 14 cm breit, 2 cm dick & Brett 8 cm breit, 2 cm dick (als Befestigungshilfe)
    3. 1x Stück Blech
    4. 1x Siebdruckplatte 9 mm dick (Hier erhältlich, Breite auf 30 cm vorgechnitten!)
    5. Lüsterklemmen (kleine)
    6. Kabel
    7. Reolink 1440p 4 MP Kamera (Hier erhältlich) oder hier!*
    8. Torxschrauben 40×4 mm
    9. Kurze Schrauben, max. 15 mm lang.
    10. Isolierband
    11. Y-Adapterstück DC 12 Volt (Hier erhältlich)

 
 
  • Bei Einbau einer Innenbeleuchtung:

    12. 1-2x LED Einzeldioden warmweiß oder kaltweiß 12 Volt (Hier erhältlich)
    13. 1x KEMO Dämmerungsschalter 12 Volt (Hier erhältlich)
    14. Kippschalter (Hier erhältlich)
    15. Saitenschneider oder Abisolierzang

  • Bei Einbau einer diffusen Beleuchtung in Lichtschiene (Empfohlen, Erklärung unten):

    16. Kurzer, selbstklebender LED-Strip mit 3 Dioden (Hier erhältlich)
    17. Delta-Profil Lichtschiene (Hier erhältlich)

  • Werkzeuge:

    Folgendes Werkzeug wird benötigt:

    1. Diverse Schraubendreher
    2. Akkuschrauber mit Bit, u.a für Torx-Schrauben
    3. Kernlochbohrer in 32 und 35 mm sowie 72 mm
    4. Stich,- oder Kreissäge
    5. Maßband/Zollstock/Lineal
    6. Feile oder Schleifpapier
    7. Imbusschraubenschlüssel (2,5 mm)

    Bei Einbau einer Innenbeleuchtung:

    8. Lötkolben & Lötzinn
    9. Reißzwecke flach

Maße des Nistkastens und Zusammenbau der Einzelteile


Der Nistkasten hat eine Grundfläche von 14×14 cm und eine Gesamthöhe von 40 cm. Die Größe ergibt sich aus dem Mindestabstand der Kamera zum Kastenboden sowie dem Technikabteil über dem Brutraum. Die Höhe vom Boden bis zur Decke beträgt 24 cm. Die Front der Kamera befindet sich später auf gleicher Höhe mit der Decke. Das obere Ende der Kamera passt dann noch ganz knapp ins Technikabteil und er Deckel geht zu 🙂

Das folgende Schaubild zeigt die Maße der Einzelteile sowie deren Zusammenbau! Schleifen Sie alle Schnittkanten mit Feile oder Schleifpapier bei.

Bei Einbau der Reolink – Kamera sollte der Nistkasten 1-2 cm höher gebaut werden, aus den 39 cm würde 40 bzw. 41 cm. Da die Kamera 1-2 cm länger als die Ctronics ist. Sonst ändert sich nichts. Auch bei den Standardmaßen tät es der Sache kein Abbruch aber größere Entfernungen zum Kastenboden führen zu einem größeren Schärfebereich des Kamerabildes!
Bauanleitung Nistkasten mit Kamera

Alle Verschraubungen müssen vorgebohrt werden sonst reißt das Holz! Achten Sie auf Winkeligkeit von Zwischendecke und Kastenboden!

 

Zusammenbau des Nistkastens mit Kamera:

1. Schrauben Sie die 20 cm breiten Seitenbretter an das 14 cm breite Brett der Rückwand. Vorbohren jeweils nicht vergessen!

 

2. Setzen Sie den Kastenboden 1 cm tief ein – es entsteht eine Tropfkante die vor Nässe besser schützt (siehe Bild 1) Achten Sie auf Winkeligkeit des Bodens! Der Boden wird an den Seiten mit 3 Schrauben und rückseitig 1 Schraube befestigt. Das beugt Verzug vor! An die Rückwand schrauben sie das Montagebrett. Es soll das Anbringen an einer Wand erleichtern da das Dach rückseitig 1,5 cm überstehen soll! Das Brett ist dicker als der Dachüberstand. Es wird bündig mit dem Kastenboden montiert. Nicht oben bündig – sonst kann Wasser eindringen das auf der Stirnseite steht!

 

3. Die Zwischendecke mit der 75 mm Öffnung für die Kamera wird vom Boden aus gemessen im 24 cm Abstand eingesetzt! Winkel beachten!

 

4. Danach setzen Sie das 9 cm breite Brett ein woran später der Dämmerungsschalter (wenn gewünscht) geschraubt wird (Bild 2). Hierbei wichtig: Die obere Kante darf nicht bündig zu den Seitenwänden sein! 2-4 mm Luft zum späteren Dach sind für die Kabel nötig!

 

5. Setzen Sie die Frontseite ein und legen Sie die Spechtschutzplatte passend aufs Flugloch, sodass ein gleichmäßiger, hölzerner Innenrand erkennbar ist (Bild 3) Schrauben Sie die Platte mit 4 kleinen Schräubchen fest. Ggf. müssen die Seiten des Frontbretts etwas abgeschliffen werden, sollte es klemmen oder sehr schwer reingehen.

 

6. Montieren Sie den Rahmen um das Flugloch. Das breitere Holz kommt obendrüber, die beiden angefasten Seitenteile darunter (siehe Bild 3). Vorsichtig die Schrauben anziehen – das Holz reißt hier trotz Vorbohren schnell bei den Seitenteilen!

 

7. Montieren Sie das Dach. Es steht zu den Seiten 6 cm über, nach hinten 1,5 cm. Der Überstand nach Vorne ergibt sich so. Beachten Sie den Winkel damitdas Dach parallel zu den Kastenwänden sitzt – auch der Optik wegen. Bohren Sie vor!

Der weiter unten folgende Schritt entfällt, wenn Sie keine Innenbelechtung einbauen möchten!

Sinn und Funktionsweise der Innenraumbeleuchtung im Nistkasten:

nistkastenlicht

Die Kamera im Nistkasten filmt bei genügend Licht in Farbe und nachts bei Dunkelheit im Infrarotmodus (schwarz weiß) Ist es am Tage im Nistkasten zu dunkel, etwa standortbedingt oder bei schlechtem Wetter, filmt die Kamera möglicherweise ganztägig im Nachtmodus. Oder aber die Bildqualität im Farbmodus ist schlecht durch Rauschen. Dem wirkt das Innenlicht entgegen indem es mehr Licht ins Dunkel bringt. Die Bildqualität ist deutlich besser!

 

WICHTIG! Der Dämmerungsschalter wird invertiert angeschlossen, also er schaltet das Licht bei Tag ein und bei Nacht aus! Die Nachtruhe der Vögel wird also nicht gestört da es nachts garantiert dunkel im Nistkasten ist! Das Licht wird bei Tagesanbruch/Abenddämmerung automatisch an bzw. ausgeschaltet! Im Falle eines Defekts mit Dauerlicht könnte man das Licht mittels Kippschalter an der Aussenseite des Kastens schnell und störungsfrei auschalten!

 

Einbau der Innenbeleuchtung des Nistkastens:

 

Dieser Schritt kann vor oder nach dem Einbau der Kamera erfolgen – ohne Kamera hat man jedoch mehr Platz in der Technikabteilung. In diesem Beispiel bauen wir erst die LED-Beleuchtung ein.

 

1. Nehmen Sie 1 der kleinen LED’s (Das Foto zeigt noch 2, aber 1 reicht!) und löten Sie zunächst die Kabelenden mit Lötzinn an – oder vercrimpen sie sie (fachlich richtig dann) Die Kabel sind zu fein zum Auflegen und das Vercrimpen oder Lötzinn an den Enden macht sie greifbar für die Lüsterklemme.

 

2. Montieren Sie den Dämmerungsschalter auf die obere Front. Verbinden Sie alle Kabelenden mit einer Lüsterklemme.

 

3. Brücken Sie mit einem Kabel den ersten und den letzten Kontakt. (Die Zeichnung liegt dem Schalter bei!)

 

4. Nehmen Sie das Y-Adapterstück und kappen Sie eine Seite, isolieren die beiden Drähte ab, legen das rote Pluskabel auf den Plus-Input des Schalters auf. Das Minuskabel der Leuchte(n) wird zusammen mit dem Minus-Stromkabel bei Minus aufgelegt. Das Pluskabel der Leuchte wird auf den 2. Kontakt von links-Aussen aufgelegt.

 

5. Schließen Sie das Stromkabel an den Y-Adapter an und testen Sie die Funktion mit einer Lampe am Lichtsensor. Beim ersten Kontakt blitzt das Licht kurz auf auf! Halten Sie die Lampe vor den Lichtsensor sollten die LED im Nistkasten angehen!

 

Das Video unter folgendem Link demonstriert die Funktion (Facebook): Klick!

 

6. Denken Sie an den Kippschalter – er kommt in das äußere Loch der Seitenwand. Die Zuleitung der LED muss über den Schalter geführt werden.

 

Variante mit diffuserem Licht (Empfohlen)

 

Bei der einfachen Variante weiter oben kommt eine einzelne LED zum Einsatz. Die Leuchtstärke genügt vollkommen! Allerdings wird einem direkt das grelle Licht mit hartem Schattenwurf auffallen! Daher empfiehlt sich die Variante mit einem Eckprofil. Dabei wird die LED in eine Lichtleiste mit diffuser Kunststoffabdeckung gepackt – das bricht das Licht, der Schlagschatten verschwindet und es ist nicht mehr so grell, – und dazu „vandalismussicher“ 🙂

 

Haken: Es gibt nur 1 oder 2 m Profile, benötigt werden 14 cm – viel Verschnitt. Der Diffusor kann aber auch aus irgendetwas Anderem hergestellt werden – einfach mal kreativ sein! Es muss nur hart genug sein um neugierigen Meisen stand zu halten!

Das Profil kann mit einer Schraube befestigt werden! Dazu einfach innen an den Rändern je 1 Loch bohren und eine kleine Schraube reindrehen. Die innere Schraube kann auch durch eine Reißzwecke ersetzt werden wenn man da nicht drankommt!

Einbau der Kamera in den Nistkasten

Nun gehts ans Eingemachte – der Nistkasten ist baulich soweit fertig und es geht an den Einbau der Kamera. Dies ist der komplizierteste Arbeitsschritt und setzt fortgeschrittene Kenntnisse im Umgang mit Computertechnik sowie Fingerspitzengefühl voraus, denn die Kamera muss leider zerlegt werden! Das Objektiv der Reolink-Kamera ist in der Regel schon mit der passenden Brennweite eingebaut. Die 4.0 mm Brennweite ist nötig um den passenden Bildausschnit im Nistkasten zu bekommen und muss auch der Fokus für diese nahen Distanzen genaustens eingestellt werden, möchte man später ein scharfes Bild haben und das Optimum herausholen!

 

 

Beachten Sie, dass durch den erforderlichen Umbau der Kamera (theoretisch) Ihre Garantie verloren geht! Agieren Sie mit größter Sorgfalt und Vorsicht!

Vorbereitung der Reolink- Kamera (Reolink 410w,1440p mit WLAN & Audio)

 

Die Reolink ist derzeit die beste Kamera auf dem Markt für den Einbau in einen Nistkasten! Die Auflösung ist top und sie kann einfach modifiziert werden und ist dazu technisch auf der Höhe der Zeit. Vom Einbau von Ctronics-Kameras wie früher rate ich ab da diese ein Datenschutzproblem darstellen! Darum habe ich dieses Modell aus dieser Anleitung entfernt.

 

Die Reolink-Kamera wird von der Rückseite geöffnet. Die Schrauben befinden sich in 3 tiefen Versenkungen. Danach lässt sich die Front abnehmen. Das LED- Board um die Linse muss bloß abgeschraubt weren und schon kommt man an die Linse. Der Kleber an der Linse muss mit einem schmalen spitzen Gegenstand, etwa einem kleinen Schlitz-Schraubendreher gelöst werden, bis sich das Objektiv im Sockel drehen lässt. Man dreht die Linse dann etwas heraus und dann den Kleber dann einfach abfummeln, dann bringt man die Kamera mit dem Rahmen in Position und stellt das Bild scharf. Der SD-Kartenslot befindet sich hinten und zeigt nach Oben im eingebauten Zustand. Bauen Sie jetzt die Karte ein damit es nicht vergessen wird – sonst werden keine Aufnahmen gespeichert.

 

Die WLAN-Antennen passen bei dieser Cam womöglich nicht in den Nistkasten da sie zu lang sind. Hierzu entfernt man einfach die Hülsen der beiden Antennen. Die eigentliche Antenne ist kürzer! Hierzu „biegt“ man die Antenne ca 2 cm hinter dem Gelenk stark in 2 Richtungen, danach zieht man die Hülse vorsichtig vom Innenleben ab sobald der Spalt offen ist. Das Innenleben ist sehr empfindlich und darf nicht geknickt oder mechanisch belastet werden!

 
 

Info: Die nachfolgenden Bilder zeigen teilweise die Ctronics-Kamera welche ich aus dieser Anleitung geworfen habe. Das Prinzip ist bei der Reolink aber gleich, die Arbeitsschritte beschreiben die Handhabung einer Reolink-Kamera!

 

1. Die Kamera sitzt in ihrem Rahmen und kann jetzt in die Technikabteilung in den Nistkasten gestellt werden. Richten Sie die Kamera so aus, dass die WLAN-Antennen im geknickten Zustand mindestens 3-5 mm unterhalb der hölzernen Kante zurücksteht. Denn sonst steht die Kamera beim Ausrichten ggf. über und das Dach passt nicht auf den Nistkasten!

 

2. Schließen Sie die Kamera an Strom und LAN an. Danach suchen Sie im Router nach dem Gerät mit dem Namen „Camera1“. Geben Sie die IP der Kamera im Web-Browser ein und geben jeweils „admin“ ins Benutzernamen-Feld ein. Beim Passwort bleibt das Feld leer!

 

3. Greifen Sie mit dem VLC-Player auf den Livestream der Kamera zu! Das geht am PC unter „Medien“, dann „Netzwerkstream öffnen“. Der Livestream liegt unter folgendem String: „rtsp://admin:@ipadresse:554“ Das gibt man da ins Feld ein und man sollte den Livestream der Kamera sehen!

4. Nehmen Sie den Rahmen mit der Front der Kamera aus dem Nistkasten und halten Sie die Kamera händisch etwa in Höhe der späteren Einbauposition. Im VLC-Player sehen Sie das Livebild und nun können Sie durch Drehen am Objektiv die Bildschärfe einstellen. Drehen gegen den Uhrzeigersinn setzt den Fokus näher zur Kamera hin, Drehen im Uhrzeigersinn setzt den Fokus herab. Stellen Sie den Fokus so ein, dass der schärfste Bildbereich ein paar Zentimeter über dem Holzboden liegt! Die Ecken des Kastens dürfen bei genauem Hinsehen schonwieder gaaanz leicht unscharf werden! Beachten Sie, dass das Vogelnest mitsamt der Küken und Elternvögel später näher an der Kamera liegt als der Boden! Darum wird der Fokus höher gesetzt. Sie können zum Simulieren eines Vogelnests und zum Testen der Bildschärfe in diesen Entfernungsbereichen Gegenstände von 3 bis 10, 12 cm Höhe in den Nistkasten stellen. Prüfen Sie die Bildschärfe auch im Nachtmodus! Nachts liegt der Fokus teilweise etwas anders als im Tagmodus!

 

5. Bauen Sie die Front wieder ein und prüfen nochmal die Bildschärfe mit dem Vorderteil der Kamera im Rahmen. Ggf. sind kleinere Nachkorrekturen nötig. Dann drehen Sie alle 3 Schrauben der Kamera wieder in die Front.

 

6. Richten Sie die Kamera aus indem Sie den Rahmen drehen. Das Flugloch sollte links oder rechts im Bild vollständig zu sehen sein! Richten Sie die Kamera so aus, dass die Kanten im Kasten möglichst parallel zum Bildrand sind und auch die Abstände passen. Über die M6 er Schrauben womit die Kamera gehalten wird kann die Kamera ideal justiert werden.

7. Schrauben Sie den Rahmen mit der Kamera in den jeweils gegenüberliegenden Ecken mit einer Schraube + Unterlegscheibe fest. Die Unterlegscheibe ragt über die Kante von dem Rohr und befestigt das ganze so.

 

8. Schrauben Sie die WLAN-Antenne auf die Kamera und klappen diese um – sie sollten problemlos in der Technikabteilung Platz finden. Es macht Sinn, die Antennen in 2 gegensätzliche Richtungen zu „verlegen“

Den Nistkasten in Betrieb nehmen

Die Kamera wird mittels LAN-Kabel und dem Netzteil angeschlossen. Die Reolink Kamera müsste im Router „Reolink“ oder „Camera1“ heißen bis zum Erstzugriff. Dann gibt man ihre IP ein. Die default Anmeldedaten sind: admin und das Passwortfeld bleibt leer! Zum späteren Ansehen des RTSP-Livestreams muss allerdings ein Passwort gesetzt werden! Nach dem Einrichten des WLAN kann das LAN-Kabel weg, – die Kamera wird allerdings vom Router eine neue IP-Adresse bekommen.

 

 

Der String für den RTSP-Livestream sieht so aus:

 

rtsp://benutzername:passwort@IP-der-Kamera:554/

 

Mit dem VLC-Player kann der Stream permanent betrachtet werden. Den gibts für PC und Handy. Am PC wählt man dann oben links „Medien“ aus, dann im Dropmenü Netzwerkstream öffnen und dann kommt das Eingabefeld für den String für den Stream. Danach sollte das Kamerabild erscheinen!

 

Livestream von Unterwegs sehen können

 

Möchten Sie den Livestream von Unterwegs sehen, müssen Sie im Router eine Portweiterleitung einrichten. Dazu muss der Port 554 weitergeleitet, bzw. geöffnet werden. Danach wäre der Livestream der Kamera aus dem Internet heraus auf dem Port 554 zu erreichen. Sie benötigen jedoch Kenntnis über die aktuelle IP Ihres Internetanschluss. Der String im VLC-Player (gibts auch für Mobilgeräte!) sähe dann so aus: „rtsp://internet-ip:554/11“ Da sich die IP Ihres Anschluss ändern kann – sofern sie keinen Tarif mit statischer IP haben – sollten Sie einen DynDNS Dienst nutzen, etwa „No IP“.

 

 

Bei der Reolink App verbindet sich die Kamera normalerweise über einen VPN-Tunnel automatisch mit der App und es sind keinerlei Einstellungen im Router nötig! Innerhalb des Heimnetzes werden in der App gefundene Kameras sofort angezeigt. Sofern noch kein Passwort gesetzt wurde, wird dies dann verlangt. Bitte beachten Sie dass alle Einstellungen an der Kamera in der App global auswirken, also auch am PC! Das neue Passwort muss dann auch am PC eingegeben werden um Zugriff auf das Webinterface zu bekommen.

 

 

Die richtigen Kameraeinstellungen

Die Kamera hat schon ein echt tolles Bild aber mit ein paar Einstellungen kann man die Bildqualität noch etwas verbessern. Betrachten Sie den Stream entweder im „Clear“ Modus oder noch besser direkt im VLC Player während Sie Einstellungen vornehmen.


  1. Nach dem Anmelden landen Sie in der Übersicht. Gehen Sie direkt nach Rechts ins Reitermenü „Basic Settings“ unter „OSD“ , – geben Sie der Kamera erstmal einen Namen und ändern die Position nach Ihren Wünschen, „upper right“ und „upper left“ sieht immer gut aus. Speichern nicht vergessen!
  2. Jetzt gehen Sie auf den Tab daneben „Encode“ und aktivieren zunächst die Aufnahme von Audio. Den Haken setzen. Weiter unten setzen Sie die Framerate von 15 auf 30 – das führt zu einem flüssigeren Bild. Die Bitrate sollten Sie bei WLAN-Nutzung in etwa so stehen lassen. Sie können den Wert auch ändern. Dadurch ändert sich die Bildkompression. Höhere Werte sorgen für eine bessere Qualität, brauchen aber auch mehr Bandbreite und Speicherplatz bei Aufnahmen!
  3. Nun gehen Sie auf den 3. Tab „Image“ dort ziehen Sie den Schärferegler ein bisschen nach rechts und ggf. auch den „Bright-Regler“. Die Bildhelligkeit sollte erhöht werden da besonders die Nachtsicht sonst sehr düster bleibt. Vergessen Sie das Speichern nicht.
  4. Jetzt geht es weiter mit den „advanced settings“ unter dem Reiter „Basic settings“. Hier stellen Sie am besten den Regler bei „Backlight“ auf Backlight und ziehen den Regler von der Mitte ein bisschen nach links. Das Bild sollte im Nachtmodus spürbar heller werden. Testen Sie das Umschalten zwischen Tag/Nachtmodus! Es kann passieren, dass die Kamera beim Umschalten „steckenbleibt“ und sie sehen ein hellgrau/weißes, komisches Bild. Sollte Dem so sein, ziehen die den Regler des Backlights weiter nach links bis das Umschalten wieder funktioniert. Ggf. können Sie auch mit „Wide dynamic Range“ arbeiten. Spielen Sie etwas mit den Reglern und dem Effekt auf das Bild!
  5. Um das Wasserzeichen oben loszuwerden klicken Sie oben rechts auf dieses stilistische Zahnrad. Im Menü links unter „Camera“ im Display-Reiter entfernen Sie den Haken bei „Watermark“.
  6. Als Letztes kommt noch das Einstellen der richtigen Uhrzeit. Hierzu gehen Sie unter „System“ und auf den Reiter „Date & Time. Klicken Sie auf die Option „Sync Time with Client“ (heißt ggf. anders) Die Zeit sollte danach richtig sein.


Bei Gefallen der Anleitung freue ich mich über eine Verlinkung der Seite oder auch über eine Spende 🙂

Wichtige Info - bitte beachten

Diese Bauanleitung dient ausschließlich für den privaten Gebrauch! Jede gewerbliche Nutzung um Gewinn auf Basis meiner „Vorarbeit“ zu machen ist untersagt und wird juristisch verfolgt. Dies wäre mir ausgesprochen unfair gegenüber da ich viel Zeit und Energie in das Projekt stecke und mir Gedanken für die Konstruktion dieser Nistkästen gemacht habe. Ich könnte die Anleitung auch vom Netz nehmen aber ich möchte den ehrlichen Nutzern, oder Jene mit wenig Budget sowie Heimwerkern mit Bastelfreude den Spaß nicht verderben 🙂

Ebenso möchte ich nichts tot-kommerzialisieren weshalb ich den Bauplan trotz Shop weiterhin verfügbar lasse.

Nistkasten mit Kamera anschlussfertig bestellen

Wenn Ihnen der Aufwand für den Selbstbau zu hoch ist oder Ihnen das nötige Werkzeug fehlt, können Sie einen Nistkasten mit Kameratechnik auch bei mir bestellen! Jeder Nistkasten ist ein Unikat da handgefertigt, keiner identisch – keine Massenproduktion und die tolle Bildqualität sehen Sie im Livestream gut. Eine Bestellung ist aber auch via Anfrage über das Kontaktformular möglich!