Igelauswilderung - Fütterung in Farbe

Heute bekam ich 3 weitere Igel im Rahmen meines Igelauswilderungsprojekts. Die Pflegerin hörte von mir über einen anderen Nutzer und nahm so Kontakt mit mir auf zwecks Auswilderungsplatz. Das ging recht flott! Die 3 Igel, die Igelmutter und ihre 2 Söhne konnten nicht dort ausgewildert werden wo sie vorher waren auf Grund vieler stark befahrener Straßen. Das hätte keinen Taug gehabt. Somit habe ich sie dankend aufgenommen und aus Wesseling bei Köln abgeholt 🙂

 

Die beiden Söhne kamen im Rahmen eines Wurfs mit 7 Junge in Gefangenschaft beim Päppeln zustande. Leider war die Dame ziemlich überfordert sodass von den 7 Jungtieren nur 2 überlebten – mit Nachhilfe. Aber immerhin – jeder Igel zählt. Die beiden Jungs sind auch relativ zutraulich und bereits 2 Monate alt. Sie wurden vorher zu dritt problemlos in einem Gehege gehalten und pennten zu dritt in einem Schlafhaus. 

 

Die Heimreise von 106 km verbrachten die Igelchen anfangs etwas aufgeregt und immerwieder kamen kleine schwarze „Katjes Katzenpfötchen-Nasen“ zum Vorschein. Dann war bald aber Ruhe im Karton, bzw. in der Box. Ab dem Kreuz Köln zur A4 nach Olpe frischten allerdings die Darmwinde eines Igels böig auf und ein beschissener Duft machte sich im Auto breit. Wie gut, dass ich eine Lüftung habe welche die analen Luftmassen direkt ausräumen konnten. Die Autofahrer hinter mir sind bestimmt bewusstlos geworden und in die Leitplanke gefahren 😀 😀

 

Gaanz so schlimm war es dann doch nicht aber gut gemüffelt hats dennoch. Zu Hause angekommen musste ich zunächst das Aussengehege fertig stellen. Am frühen Abend konnte ich die Igel dann endlich ins Auswilderungsgehege setzen. 2 Sorten (angefeuchtetes) Trockenfutter sowie Wasser standen schon parat. Die beiden kleinen Igelchen nahm ich zuerst aus der Box – süß gefaucht hat er auch kurz aber kaum hingesetzt entrollten sich beide Igelchen und ich war mit meinen Griffeln gerade dabei die dicke Mutter von 1520 g zu platzieren, da knusperte es schon! Noch nie konnte ich mal so nah live beim Fressen zuschauen und es entstanden zudem herrliche Aufnahmen!

 

Beide Jungigel von etwas über 500 g fielen über das Futter her, wärend die Dame noch in ihrer Trotzphase steckte und als Kugel auch nach einer halben Stunde da noch lag. Madame hat halt leicht einen an der Waffel wie mir die Pflegerin klarmachte 😀

 

Die Igelfamilie bleibt nun etwa eine Woche im Auswilderungsgehege um sich an die völlig neue Geräuschkulisse und Gerüche zu gewöhnen. In dieser Phase muss ich sie exklusiv mit Futter und Wasser versorgen. Gegen Gefahren von Oben sowie Katzen ist das Gehege mit einem Netz gesichert. Durch 2 Türchen im Zaun kann ich von der Seite bequem das Futter erneuern oder die Wasserschale reinigen. Kurz bevor ich diesen Beitrag anfing zu schreiben tummelten sich 3 freie hier herum. Vor 3 Tagen waren sogar mal anscheinend 5! Insgesamt ausgewildert sind glaube ich 7 oder 8. Einige sind sicherlich einfach abgewandert.

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2 Kommentare

  1. Pubsende und schmatzende Igel, wie drollig! Das sind die ersten Igel, die ich sehe, die keine Parasiten haben.
    Du scheinst einen Igel-Stützpunkt aufmachen zu wollen. 😉

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