schlüpfende Küken

Der erste Totalausfall droht - wieder 2 Küken tot!

Heute ist es nochmal Zeit für ein XXL-Update, wo ich auch mal auf das Geschehen in den übrigen Kästen eingehe, wo noch keine Küken geschlüpft sind – die gingen zuletzt ziemluch unter 🙂  Hauptaugenmerk lag und liegt aber mal wieder auf unserem Sorgenkind, der Brut im Nistkasten Arbeit. Hier gibt es nämlich heute an Tag 8 2 weitere tote Küken zu beklagen und so langsam scheint es auch zu dämmern, woran es liegen könnte! Anscheinend ist die Meisenmutter alleinerziehend und seit geraumer Zeit hat sich kein Männchen mehr sehenlassen. Fehlt das Männchen, muss die Meisenmutter die Küken wärmen, pflegen und dabei noch Futter besorgen und sich selbst versorgen. Das ist ganz schön viel. Wenn dann noch Futtermangel besteht – und so sieht es aus – wird die Luft sehr dünn. Eine Zufütterung ist an dem Standort absolut unmöglich. Allerdings vermute ich auch, dass hier wieder blutsaugende Parasiten ihr Unwesen treiben. Erste letztes Jahr ging hier die komplette Brut daneben – wegen Vogelblutlarven (madenartige Viecher, die Blut saugen). Die Zweitbrut im Anschluss lief da besser.

An einer Stelle erkennt man ein madenartiges Würmchen, dass so typisch madig durchs Nistmaterial „schwabbelt“ und aber immerhin dann von der Mutter entdeckt und an die Küken verfüttert wird.

Besser läuft es an der Autismus Wohnanlage mit den Küken

Tag 5 ist mittlerweile an der Autismus Wohnanlage Unglinghausen angebrochen und hier scheint die Welt soweit in Ordnung. Beide Elternteile füttern engmaschig und von 9 Küken scheinen 8 noch zu leben. Das 9. schlüpfte zudem 3 Tage später und starb schon beim Schlüpfvorgang… Hoffen wir das Beste!

 

Was in den anderen Nistkästen los ist:

Radio Siegen

 

Bei Radio Siegen warten wir schon seit gestern sehnsüchtig auf die Küken. Die hätten nach meiner Rechnung bereits gestern schlüpfen sollen, doch irgendwie wollten sie auch heute nicht. Durch den eher halbherzigen Brutbeginn auf den Eiern, scheint meine Kalkulation nicht gepasst zu haben, – zumindest lag ich noch nie mehr als 2 Tage daneben. Aber gut Ding braucht Weile?!

 

Hulsberg 1

 

Am Hulsberg 1 brüteten ursprünglich Blaumeisen aber die wurden von Kohlmeisen vertrieben und das Nest mitsamt ihrer 4 Eier wurde überbaut. Mittlerweile hat die Kohlmeise 6 Eier gelegt und scheinbar seit heute mit dem Brüten begonnen. Die Blaumeisen-Eier in der Tiefe werden übrigens nicht mit ausgebrütet und mangelns Drehungen würden die Embryionen vermutlich so oder so eingehen.

 

Hulsberg 2:

 

Etwa 100 m entfernt vom Kasten Hulsberg 1 hängt dieser Nistkasten. Hier brütete zuvor eine Kohlmeise, die 10 Eier gelegt hatte. Dann kamen kurzfristig Blaumeisen und wollten ihr das Nest streitig machen, gegen die konnte sich sich aber am Ende behaupten. Nicht aber gegen die fremden Kohlmeisen! Da kam es zu einem Kampf bei dem die rechtmäßiger Besitzerin des Nests den Kürzeren zog. Im Anschluss wurde hier das Nest ebenfalls überbaut. Eier bleibt uns die Kohkmeisendame aber auch nach fast 10 Wochen noch schuldig!

 

Dencker Werkzeugbau

 

Dieser Kasten befindet sich ca. Luftlinie 1,5 km vom Hulsberg entfernt bei gleichnamiger Firma. Hier haust unsere „Gaga-Blaumeise“ 🙂 Die hatte jüngst die absolute Klapsmühlenreife erlangt und scheint momentan aber medikamentös ganz gut eingestellt zu sein, denn ihre absurden Handlungen unter der Decke und Selfie-Sessions vor der Kamera haben zuletzt stark nachgelassen. Mittlerweile bekomme ich schon Entzugserscheinungen! Bis vor 10 Tagen verging kaum ein Seitenbesuch hier ohne Lady Gagas Gesicht bildfüllend. Stattdessen macht Madame total „normale“ Sachen, Brüten und so 😉 Hoffen wir, dass ihre Küken, die in ca. 3 Tagen schlüpfen sollten, keinen an der Waffel haben.

Bei den Turmfalken brüten beide Elternteile im Wechsel

Die Turmfalken brüten insgesamt ca. 4 Wochen auf ihren Eiern und das schlaucht ganz ordentlich scheinbar. Doch geteiltes Leid ist halbes Leid – fast zumindest 🙂 Heute konnte man wieder schön sehen, wie sich die beiden Falken beim Bebrüten der 5 Eier abwechseln. So kann ein Partner sich mal eine kleine Auszeit gönnen, wennauch diese eher aus Notwendigem besteht wie Nahrungssuche, Revierverteidigung und Notdurft. Die Turmfalken brüten insgesamt ca. 28 Tage und damit mehr als doppelt so lange als Meisen. Meisen wechseln sich übrigens nie beim Brüten ab – hier bleibt die ganze Zeit das Weibchen auf den Eiern.

18 Antworten

  1. Hallo Alex. Was passiert eigentlich wenn die Meise vertrieben wurde und sie noch Eier legen wollte. Baut sie sich ein neues Nest oder legt sie die Eier irgendwo hin oder kann sie das irgendwie stoppen? LG Andrea

    1. 8:12uhr: die Blaumeisen schauen wieder im Nistkasten Hulsberg vorbei. Sie tun mir leid, scheinbar haben sie noch keine andere Möglichkeit zum brüten gefunden 🙁

      8:13: im Nistkasten Siegen, die ersten Küken sind jetzt da, der Meisenpapa möchte sie füttern, aber sie sind so klein und sperren noch gar nicht. Am Ende füttert er Mama Meise.

    2. Gute Frage! Es kann sein, dass im Eiltempo schnell ein neues Nest gebaut wird und schon vor Fertigstellung das Ei kommt, – oder aber die Meise kommt durch den vorigen Stress ggf. in Legenot was zum Tod führen kann.

  2. Bei mir läuft es leider vergleichbar mit NK Arbeit. 8 Eier waren es, eins ist beim schlüpfen gestorben und ein Ei ist taub. 6 haben sich sehr gut entwickelt. Aufgrund des Schlupfes im Kälteeinbruch habe ich Buffis angeboten (bis zum Tag 7 nach Schlupf), die auch super (nur vom Männchen) angenommen wurden. Da es wärmer geworden ist, hab ich die Buffis weggelassen, da die Natur besseres Futter hat. Buffis haben einen sehr hohen Fettanteil. Ab dem 10 Tag ist dann jeden Tag ein Kücken gestorben. Immer am ganz frühen Morgen. Die haben immer noch ein bisschen gesperrt, waren aber zu schwach, um sich lautstark bemerkbar zu machen. Ist mir ein bisschen ein Rätsel. Zwei sind nun noch übrig und Topfit und werden wohl am 8.5. ausfliegen. Parasiten hab ich keine gesehen und schließe ich fast aus, Pestizide und Krankheiten auch, sonst wären ja eigtl… alle gestorben…Ich vermute fast, dass die 4 verhungert sind. Die Eltern kamen vom Gefühl ein bisschen zu wenig. Da die Kücken 10-14 Tage alt waren, passten die nicht durch das Loch und wurden zerkleinert/teilweise aufgegessen…sehr unschön, wie letztes Jahr im NK Arbeit.Weiter entfernt vom NK ist eine Futterstelle, wo ich eine Erdnusspasste mit gemahlenen Würmern anbiete. Hab gesehen, dass die Eltern davon ein paar Mal was verfüttert haben, und habs dann entfernt. Was meint Ihr, könnten die Ursachen gewesen sein…? Wird wohl reine Vermutung bleiben….

  3. Jetzt wurde es aus dem Nistkasten entfernt.
    Die Hoffnung für die 2 verbliebenen schwindet leider ☹️auch von Stunde zu Stunde.
    Die Kleinen sind nur am sich putzen und man sieht deutlich wie es denen juckt“
    Immer wieder krabbelt am Nestboden was.

  4. Die beiden restlichen im NK Arbeit sind auch deutlich unterentwickelt für Tag 9 und sehr blass. Ich denke, die Beiden werden es auch nicht schaffen 🙁

  5. Ich finde, dass die Kohlmeisenmama aus NK Arbeit von Anfang an schon selber nicht gesund ausgesehen hat, wenn man die anderen dagegen sieht.

  6. Ja, habe ich auch gedacht. Gerade das töten und ausweiden des vorletzten Kükens gesehen. Das hat es wenigstens hinter sich!
    Danke für die Möglichkeit alles zu beobachten. Ich sehe bei mir lediglich den Ausflug der Küken. Übrigens schon letzte Woche. Dieses Jahr sehr früh. Jetzt ist mir klar dass die 8 letztes Jahr und auch letzte Woche gar nicht selbstverständlich sind.

    1. In jedem Nest gibt es Parasiten. Aber ich glaube hier, dass vordegründig die schlechte Futterversorung die treibende Kraft war. Die Fütterungsintervalle waren ja schon teils sehr weit auseinander…

  7. Das denke ich auch. Ich hatte letztes Jahr 8 Küken und dieses Jahr auch. Der Ausflug war schon letzte Woche. Sogar den Frost überstanden. Das war meine einzige Sorge.
    Was man nicht weiß……

  8. Im NK Wohnanlage sieht es seit heute Mittag auch nicht mehr so gut aus. Das große Krabbeln und Kratzen begann. Und hört nicht auf. Kann das wieder besser werden? Mein Gefühl sagt eher nein.

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